Eine Radfahrerin fährt auf einer Straße in Berlin. (Quelle: IMAGO | Jochen Eckel)
Bild: IMAGO | Jochen Eckel

Safe unterwegs - Fahrt ihr manchmal Rad in Berlin? Dann wisst ihr bestimmt, wie schnell es dabei echt brenzlig werden kann. Wie Unfälle vermieden werden können und was auch Radfahrende selbst für ihre Sicherheit tun können, lest ihr hier.

Die Polizei Berlin veröffentlicht jedes Jahr eine Statistik zu den Verkehrsunfällen mit Rad. Für letztes Jahr zeigt sich dabei: Wenn Auto- oder LKW-Fahrer:innen den Unfall verursacht haben, dann lag es meistens am Abbiegen. Schon zehn Radfahrende sind allein in diesem Jahr in der Hauptstadt gestorben. Und erst kürzlich wurde in Berlin-Wedding wieder eine Radfahrerin schwer verletzt.

In welchen Situationen müsst ihr besonders aufpassen, wenn ihr in Berlin mit dem Rad unterwegs seid?

Ganz besonders aufpassen müsst ihr, wenn ihr als Radfahrende geradeaus fahren wollt und Autos oder LKWs neben euch rechts abbiegen wollen. Gerade LKWs haben einen großen „Toten Winkel“, in dem ihr nicht gesehen werdet.

Was kann man denn trotzdem machen, damit solche Situationen sicherer werden?

An einigen Kreuzungen könnte man zum Beispiel die Ampeln so schalten, dass Radfahrende und abbiegende Autos nie gleichzeitig grün haben - sagt Siegfried Brockmann. In Berlin ist da aber noch Luft nach oben, kritisiert der Leiter der Unfallforschung der Versicherer: "Da kenne ich etliche Stellen in Berlin, die theoretisch und vom Platz her dafür geeignet wären, wo aber [von Seiten der Stadt] nichts passiert."

Was das Land Berlin und Autofahrer:innen tun können, ist ja das eine. Aber auch Radfahrende können für mehr Sicherheit sorgen, oder?

Auf jeden Fall! Die Polizeistatistik vom letzten Jahr zeigt sogar: Radfahrende machen fast 50 Prozent aller Personen aus, die Radverkehrsunfälle verursachen. Häufig liegt das daran, dass sie nicht genug Sicherheitsabstand halten. Das beobachtet auch Siegfried Brockmann, der selbst mit dem Rad zur Arbeit fährt: "Wenn ich sehe, dass da ein Müllwagen rückwärts fährt – der bräuchte theoretisch einen Einweiser nach hinten, den hat er jetzt nicht – und da ist noch ein halber Meter Platz, durch den ich durchflutschen muss. Man sollte auch daran denken, dass man selber sehr verletzlich ist, und im Zweifel dann auch mal zurückstecken."

Wir sollten also auf uns und alle anderen aufpassen. Und auch so Basics wie Licht anmachen und Helm tragen, sind extrem wichtig.

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