Bunte Verschlüsse mit den Mindesthaltbarkeitsdaten von Lebensmitteln (Quelle: IMAGO | Panthermedia)
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Fritz und Klarkommen - Gemüse, Obst, Milchprodukte, Brot, Fisch oder Fleisch – wie lange sind die eigentlich essbar und was sagt das Mindesthaltbarkeitsdatum denn genau aus?

Die Politik kommt beim Klimaschutz nicht so richtig voran. Also heißt es mal wieder, dass wir selbst aktiv werden und gucken müssen, was wir tun können - zum Beispiel weniger Lebensmittel verschwenden! Wir kennen es wahrscheinlich alle - Man steht vorm Kühlschrank, freut sich auf einen Joghurt und sieht dann auf der Verpackung: Ups, das Mindesthaltbarkeitsdatum ist gestern abgelaufen. Heißt das jetzt sofort wegwerfen? Was ihr in solch einem Fall tun könnt, lest ihr hier.

Was bedeutet das Mindesthaltbarkeitsdatums genau?

Ihr könnt euch merken, es heißt: Es ist mindestens haltbar bis..., aber nicht tödlich ab... Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt euch die Garantie, bis wann Lebensmittel bei durchgehend richtiger Lagerung und ungeöffnet auf jeden Fall gegessen werden können und die Konsistenz haben, die sie haben sollen. Um auf Nummer sicher zu gehen, legen viele Hersteller das Mindesthaltbarkeitsdatum einfach früher fest.

Also kann man Lebensmittel nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums generell noch verzehren?

Wenn das Produkt noch original verschlossen und richtig gelagert ist, dann ist es nicht automatisch abgelaufen und ihr könnt es noch essen oder trinken. Aber Achtung: Sobald ihr es geöffnet habt, gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum gar nicht mehr! Durch das Öffnen können nämlich Sauerstoff, Feuchtigkeit und Mikroorganismen dafür sorgen, dass das Lebensmittel schneller verdirbt. Ungeöffnet sind Joghurt, Milch, Butter, Quark und Co. aber oft noch bis zu zwei Monate über das Datum haltbar.

Woran könnt ihr bei Obst, Gemüse oder Brot vom Bäcker erkennen, dass etwas abgelaufen ist oder nicht? Da steht ja kein Mindesthaltbarkeitsdatum drauf.

Am besten mit euren Sinnen überprüfen: Sehen, Riechen und Schmecken. Sobald ihr Schimmel erkennt, es unangenehm riecht, säuerlich schmeckt oder auf der Zunge prickelt - Finger weg! Milchprodukte blähen beispielsweise auf, wenn sie schlecht sind. Ein Ei könnt ihr in eine Schale mit kaltem Wasser legen - solange es untergeht, ist es noch gut. Egal was das Mindesthaltbarkeitsdatum sagt, sehr leicht verderbliche Lebensmittel, die nach kurzer Zeit eine unmittelbare Gesundheitsgefahr darstellen können, werden mit dem Verbrauchsdatum gekennzeichnet.

Was ist der Unterschied zwischen dem Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum?

Ein Verbrauchsdatum ist für besonders schnell verderbliche und empfindliche Lebensmittel vorgeschrieben. Das ist zum Beispiel bei Hackfleisch oder frischem Fisch so. Auf denen steht dann "zu verbrauchen bis…". Solche Lebensmittel dürfen nach Überschreitung des angegebenen Verbrauchdatums nicht mehr verkauft werden und sollten dann auch nicht mehr gegessen werden, weil nach Ablauf eine Gesundheitsgefahr durch Keime entstehen kann. Solche Lebensmittel sollten also am besten sogar möglichst vorm Verbrauchsdatum gegessen werden.

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