Ein Student hat die leeren Hosentaschen seiner Jeans nach außen gestülpt und hält die Hand auf. (Quelle: IMAGO | Shotshop)
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Studium und Geld - Ihr seid Studierende oder wollt es werden, schiebt aber totale Panik, weil ihr nicht wisst, ob ihr euch das Studium überhaupt leisten könnt? Vielleicht ist dann ein Stipendium das Richtige für euch! Welche Möglichkeiten es gibt und wie die Bedingungen dafür sind, erfahrt ihr hier.

Die Gaspreise explodieren, Strom wird teurer und selbst das regionale Gemüse im Supermarkt kostet mehr als üblich. Gibt es zum Ausgleich auch was umsonst? Leider nein, aber immerhin winkt Unterstützung für Studierende. Neben dem BAFöG gibt es nämlich verschiedene Arten von Stipendien.

Was wird Studierenden zur finanziellen Unterstützung angeboten?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Wenn ihr gerade frisch am Studieren seid, wäre das Deutschlandstipendium etwas für euch. Habt ihr schon eine Berufsausbildung abgeschlossen oder zwei Jahre Praxiserfahrung, könnt ihr das Aufstiegsstipendium beantragen. Wollt ihr an eure abgeschlossene Berufsausbildung anschließen und eine fachliche Weiterbildung machen, ist das Weiterbildungsstipendium das richtige für euch.

Außerdem gibt's Begabtenförderungswerke von Vereinen. Allerdings orientieren die sich am BAföG und sind vom eigenen Einkommen und Vermögen und dem Einkommen der Eltern abhängig.

Das sind vier verschiedene Förderungen. Was sind die Voraussetzungen, um 'ne Chance auf ein Stipendium zu haben?

Erst mal müsst ihr für ein Studium oder eine Promotion an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland zugelassen sein. Außerdem solltet ihr begabt sein - das heißt, dass eure schulischen Leistungen außerordentlich sein müssen. Es gibt keine Durchschnittsnote, aber Punkte wie Auszeichnungen und Preise, Praktika, eure Herkunft oder gesellschaftliches Engagement zählen auch als Kriterien.

Das klingt nach ziemlich vielen Voraussetzungen. Wie viele Studierende erhalten denn überhaupt ein Stipendium?

Letztes Jahr haben rund 29.000 Studierende in ganz Deutschland ein Deutschlandstipendium erhalten. Das wären etwa 14 Prozent der Studierenden in Berlin. Auf ganz Deutschland gerechnet ist das ein Prozent aller Studierenden.

Das klingt nach ganz schön wenig. Ist der Bewerbungsprozess so kompliziert? Wie bewirbt man sich?

Fürs Deutschlandstipendium fragt ihr am besten an der jeweiligen Hochschule nach. Auch der Bewerbungsprozess bei Vereinen ist individuell und ihr müsst diese kontaktieren. Beim Aufstiegsstipendium gibt es jährlich zwei Auswahlverfahren, für die ihr euch online anmelden müsst. Beim Weiterbildungsstipendium füllt ihr ein Stammblatt aus und müsst Kopien eures Berufsabschlusszeugnisses einreichen. Am besten ihr informiert euch mindestens ein dreiviertel Jahr vor Studienbeginn.

Und jetzt mal Butter bei die Fische: Wie viel Kohle bekomme ich am Ende?

Da gibt es große Unterschiede: Beim Deutschlandstipendium kriegt ihr 300 Euro monatlich, beim Weiterbildungsstipendium sind es bis zu 8.100 Euro innerhalb von drei Jahren, beim Aufstiegsstipendium erhaltet ihr im Vollzeitstudium monatlich 941 Euro. Und die Stipendien von Vereinen sind einkommensabhängig.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, welches Stipendium das richtige für euch ist, dann könnt ihr im Netz den Stipendium-o-mat zur Hilfe nutzen.

Weitere Infos bekommt ihr bei www.studienwahl.de und www.stipendiumplus.de.

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