Ein grüner Knopf auf einer Computer-Tastatur mit der Aufschrift "Bürger-Service". (Quelle: IMAGO | Panthermedia)
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Service-Wüste? - Ihr müsst wichtige Behördengänge erledigen? Dann plant schon mal mehr Zeit ein. Denn zeitnah Termine in Brandenburger Ämtern zu bekommen, könnte schwierig werden. Warum, erfahrt ihr hier.

Neuen Perso beantragen? Oder Auto zulassen? Das war in der Pandemiezeit gar nicht so einfach. Termine gab's nur nach Vereinbarung, manche Ämter hatten für Bürger:innen komplett geschlossen. Seit April geht's nun überall wieder "lockerer" zu - also ohne große Einschränkungen. Aber viele Amtsstuben in Brandenburg befinden sich scheinbar noch immer im Corona-Schlaf.

Während des Lockdowns gab es verständlicherweise keine Termine, weil sich niemand anstecken wollte. Jetzt haben Geschäfte und Kneipen wieder ganz normal auf. Aber wie sieht es bei den die Ämter aus?

Ein Teil der Ämter hat wieder wie vor der Pandemie geöffnet. Aber etwa die Hälfte der Rathäuser und auch alle Finanzämter in Brandenburg haben ihre Öffnungszeiten zurückgeschraubt. Offene Sprechzeiten, wo man von 9 bis 12 Uhr hinkommen und den Personalausweis beantragen kann, gibt's jetzt seltener.

Viele Ämter bieten momentan Terminsprechstunden an, so wie das auch während der Pandemie der Fall war. Aber sie haben auch die offenen Sprechzeiten verkürzt. Das Lübbenauer Rathaus zum Beispiel hat an zwei Tagen früher "Feierabend". Die Brandenburger Finanzämter haben den ganzen Mittwoch komplett für Bürger zu und Dienstag neuerdings zwei Stunden Mittagspause.

Warum verfahren die Ämter jetzt so?

Da gibt es verschiedene Gründe: Einige sagen, sie wollen das Personal schützen, damit es sich nicht ansteckt. Andere sagen, die Mitarbeiter werden nicht ständig gestört, wenn man mit Terminvergaben arbeitet. Darauf können sich alle einstellen und niemand muss lange auf dem Flur warten. Viele Rathäuser müssen gerade auch ganz viele Vorgänge abarbeiten, weil die Leute jetzt alle gleichzeitig kommen. Im Potsdamer Rathaus werden zum Beispiel jeden Tag 400 verschiedene Anliegen bearbeitet, das gab's noch nie. Und in vielen Ämtern sind die Mitarbeiter auch noch im Homeoffice - also gar nicht selbst vor Ort.

Wann wollen die Ämter wieder zurück zum Vor-Pandemie-Zustand? Beziehungsweise: Wollen sie das überhaupt?

Eher nein. Die Politik will viele Verwaltungsvorgänge digitalisieren. Das ist auch gesetzlich verankert. Aber gerade hakt es noch daran, dass die Technik in den Verwaltungen gar nicht fit dafür ist. Für viele Sachen muss man noch ein Papierformular ausfüllen, unterschreiben und persönlich vorbeibringen. Solange das so ist, kann man nicht einfach die Öffnungszeiten streichen. Das findet vor allem der Bund der Steuerzahler, der ein sehr waches Auge darauf hat, was mit unseren Steuern passiert. Einige Ämter sagen auch, dass sie die Sprechzeiten nochmal überdenken wollen. Am besten ihr klickt euch vorher ins Internet und guckt genau nach, wann dort offen ist und ob ihr einen Termin braucht.

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