Gelg-grüne Algen schwimmen im Wasser. (Quelle: IMAGO | YAY Images)
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Nachhaltig - Helfen Algen gegen den Klimawandel? Was das Seegras kann, lest ihr hier.

Leute, die Sonne scheint und es ist warm - nice! Und jetzt Achtung, Romantik-Killer: Eine Studie der UNO hat belegt, dass die Temperatur auf der Erde in den nächsten Jahren um 1,5 Grad steigen wird! Durch den Klimawandel und unser Verhalten gibt es immer weniger Trinkwasser, weniger Nahrung, dafür immer mehr Plastikmüll. Aber: Zumindest eine kleine Lösung dafür könnte es jetzt geben - Algen!

Wie können Algen die Klimakatastrophe aufhalten?

Durch den Klimawandel werden Trinkwasser und Ackerflächen, auf denen Lebensmittel angebaut werden, knapp. Gleichzeitig wird es bis 2050 fast zehn Milliarden Menschen auf der Erde geben. Das bedeutet: Mehr Menschen müssen essen, aber mit weniger Ressourcen. Und da kommt die Alge ins Spiel: Algen wachsen durch den Klimawandel nämlich schneller, verbrauchen wenig Trinkwasser beim Anbau und lassen sich auch auf engem Raum züchten. Und ja, Algen sind zufällig auch ziemlich nährstoffreich und für uns Menschen essbar.

Super, wir sollen jetzt also alle Algensalat essen oder wie?

Im Grunde schon. Die Freie Universität Berlin beschäftigt sich schon lange damit und neue Techniken machen es möglich, dass Algen zu Lebensmitteln weiterverarbeitet werden. Es gibt ein Start-Up, das stellt vegane Shrimps aus Soja und Algen her. Knapp vier Euro für 100 Gramm ist zugegebenermaßen ein bisschen viel, aber da wird gerade ziemlich viel ausprobiert und vieles ist auch erst am Anfang. Eine Erfinderin aus Berlin entwickelt gerade Tampons aus Algen. Normalerweise wird dafür Baumwolle verwendet, die beim Anbau schlecht für die Umwelt ist. Ein anderes Start-Up aus Berlin experimentiert gerade mit Verpackungen aus Algen, damit Plastikmüll reduziert wird.

Verpackungen, die aus Algen hergestellt werden? Wie kann ich mir das vorstellen?

Frisch geerntete Algen werden getrocknet und geschreddert und dann zu einer durchsichtigen Folie weiterverarbeitet. Die könnte man anstatt der ganzen Plastikverpackungen benutzen. Ein Vorteil - logisch - weniger Plastikmüll, weil sich die Algenverpackung nach wenigen Wochen selbst abbaut. Die Idee, Verpackungsfolie aus Algen herzustellen, ist übrigens nicht neu. Schon vor 90 Jahren wurde daran gearbeitet. Aber damals kam eben zwischendurch Plastik auf den Markt und alle Hersteller haben es benutzt, weil es einfach billiger war.

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