Eine Grafik eines karthographierten Kopfes eines Menschen, dahinter ein Wirrwarr an Zahlen. (Quelle: Imago Images | YAY Images)
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Mensch und Maschine - Wie viel Cyborg geht schon heute?

Im Sendegelände hören wir gerade viel von Elon Musk: sein Tesla-Werk in Grünheide, Musk war im KitKat feiern, ins Berghain soll er nicht reingekommen sein. Der Tesla-Chef hat aber auch gesagt: Um in Konkurrenz gegen künstliche Intelligenz zu bestehen, müsse der Mensch sich zwangsläufig zum Cyborg umbauen. Das klingt krass - Cyborgs sind Menschen, die sich mit Technik modifizieren.

Was ist in der Cyborg-Welt mittlerweile alles möglich?

Die Technik geht da bereits relativ weit. Wir alle haben wahrscheinlich schon von den Mikrochips gehört, die unter die Haut in die Hand implantiert werden. Das soll angeblich auch nicht weh tun. Auf dem Chip, der ungefähr so groß wie ein Reiskorn ist, sind dann Informationen gespeichert. Mit denen lässt sich beispielsweise die Haustür öffnen, wenn ihr über einen Sensor streicht. Oder auch das Corona-Impfzertifikat kann darauf gespeichert werden. Es gibt eine Firma in Deutschland, die bietet solch einen Chip ab 30 Euro an.

Das hört sich nach viel technischer Spielerei an, die das Leben vereinfachen soll. Kann Cyborg-Technik aber auch wirklich helfen?

Mit den Chips könnten zum Beispiel Ärzt:innen bewusstlose Personen scannen und checken, ob es Vorerkrankungen gibt. Es gibt aber auch intelligente Implantate, die gerade aus medizinischen Gründen eingesetzt werden. Bei Menschen die Krampfanfälle bekommen, kann ein Sensor unter die Schädeldecke implantiert werden, der drahtlos ausgelesen wird. So kann das Gehirn und die Krankheit langfristig kontrolliert werden. Der Cyborg-Trend hat seine Wurzeln also vor allem in der Medizin, weil derartige Technik das Leben von Betroffenen vereinfacht.

Jetzt gibt es in Deutschland für alles Regeln. Geht es denn so einfach, seinen Körper mit Technik auszustatten und sich zum Cyborg zu entwickeln?

Ein Unternehmen, das solche Mikro-Chips verkauft, schreibt auf seiner Internetseite, dass man sich die Chips ganz einfach im Piercingstudio einsetzen lassen kann. Die Teile halten eigenen Angaben zufolge auch die medizinischen Richtlinien der EU ein. Und klar, auch medizinische Cyborg-Technik bei Krankheiten oder Behinderungen ist legal - die hilft den Menschen ja und ist ein Fortschritt. Es gibt aber natürlich auch moralische Fragen, zum Beispiel bei Cyborg-Technik, die nur aus Lifestyle-Gründen eingepflanzt wird: Ist es wirklich sinnvoll sich ständig zu optimieren? Eine Frage lässt sich aber sicher schon beantworten: Niemand will euch chippen und damit fernsteuern.

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