Es ist eine Spielszene aus der Serie "Squid Game" zu sehen. Die Spielteilnehmer:innen tragen grüne Jacken und liegen am Boden. Die Spielmaster:innen tragen pinke Jacken. (Quelle: Netflix)
Bild: Netflix

Serienkritik - Eure Freund:innen reden nur noch von "Squid Game"? Wir sind ehrlich: Es ist Zeit, auf DIESEN Hypetrain aufzuspringen, denn hier treffen die "Tribute von Panem" auf "Takeshi's Castle" und "Parasite"

Nun ist es offiziell: "Squid Game" ist DIE erfolgreichste Netflix-Eigenproduktion aller Zeiten. Seit einem Monat ist die Serie online und der Hype ist ungebrochen. Und das, obwohl die Serie keine amerikanische oder europäische Großproduktion ist, sondern aus Südkorea kommt.

Die Hypemischung: brutalst auf allen Ebenen

Mit Blick auf die Serienzutaten ist der Hype ziemlich verständlich. Erstens: "Squid Game" ist ultra brutal. Zweitens: Horror und Splatter treffen auf viel Zynismus. Der kommt in der ersten Folge völlig aus dem Nichts und ist Anspielung und Kritik am modernen Kapitalismus in einem. Und drittens: Hier treffen die "Tribute von Panem" auf "American Gladiator" auf "Takeshi's Castle" auf "Parasite".

Die Story: 456 Menschen am Abgrund

Das Prinzip der Serie: alle sind fucked und nur eine:r kann gewinnen. In "Squid Game" geht es um 456 Menschen, die alle am finanziellen Abgrund stehen. Sie alle bekommen die Einladung an einem mysteriösen Wettkampf teilzunehmen: Wer gewinnt, bekommt 45,6 Milliarden Won. Das sind umgerechnet 33 Millionen Euro. Die Hauptfigur ist der spielsüchtige Chauffeur Seong Gi Hun, der mitmachen will, weil er Schulden hat, seine Mutter eine OP braucht und seine Tochter nach Amerika will. Sechs Runden gibt es bei diesem Wettkampf. Jede Runde ist ein koreanisches Kinderspiel.

Der Spielmodus: Wer verliert, der stirbt

Wer von euch jetzt denkt, "Sechs Kinderspiele können so hart ja nicht sein", der irrt. So harmlos die Spiele wirken, sie sind das genaue Gegenteil. Das erste Spiel ist zum Beispiel "Rotes Licht, Grünes Licht". Bei grünem Licht darf man sich bewegen, bei rotem nicht. Wer verliert wird eiskalt von einer Spielzeugkopffigur hingerichtet - wie bei einem Massaker. Kurzum: Wer die Regeln missachtet oder verliert, disqualifiziert sich und das bedeutet immer den Tod. Spoilsusin Anna Wollner hat es beim ersten Spiel richtig geschüttelt: "Das ist alles schon sehr heftig." Sie findet: "Absolut zurecht ist die Serie erst ab 16 Jahren."

Stafel 1 von "Squid Game" ist auf Netflix zu sehen. Staffel Zwei ist angeblich schon in Arbeit.

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