Eine Hand im lilafarbenen medizinischen Handschuh hält ein Probenröhrchen. Darunter liegen Corona-Tests. (Quelle: IMAGO | Future Image)
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Update - Die kostenlosen Corona-Bürgertests sind gone! Wie es nun weitergeht, erfahrt ihr hier.

Mal eben ins Testzentrum gehen, Stäbchen rein in die Nase und wieder raus - irgendwie haben wir uns mittlerweile alle an die "kostenlosen Bürgertests" gewöhnt. Ab Montag, den 11.10., geht das aber nicht mehr for free, denn ab dann kosten die Schnelltests in den Testzentren.

Zuallererst: Es gibt einige Ausnahmen. Für wen bleiben die Tests weiterhin kostenlos?

Für alle, die sich nicht impfen lassen KÖNNEN, bleiben die Tests kostenlos. Dazu zählen zum Beispiel Kinder unter zwölf Jahren. Da es für Schwangere und Jugendliche zwischen zwölf und 17 erst seit kurzem eine Impfempfehlung gibt, können diese Gruppen sich bis Ende des Jahres auch noch kostenlos testen lassen. Außerdem bleiben die Tests für Leute kostenlos, die Covid19 hatten und nach der Quarantäne einen Test brauchen.

In vielen Lebensbereichen gilt weiterhin 3G. Das heißt, alle, die nicht geimpft oder genesen sind, benötigen weiterhin einen offiziellen, tagesaktuellen Negativtest. Wo bekommen sie den her?

Es gibt zwar weiterhin Testzentren, deren Zahl wird aber wahrscheinlich abnehmen. Schon seitdem mehr Menschen geimpft sind, schwindet das Angebot. Der Berliner Senat hat aber versprochen, dass es weiterhin in jedem Bezirk ein Testzentrum geben wird, das vom Land betrieben wird.

Die Preise für die Schnelltests werden nicht vorgeschrieben, sondern können von den Anbieter:innen selbst bestimmt werden. Es wird damit gerechnet, dass ein Schnelltest bis zu 20 Euro kosten wird. Das kann sich aber auch noch ändern.

Die meisten von uns können sich mittlerweile impfen lassen, weshalb der Staat die Tests nicht mehr zahlen möchte. Gibt es denn auch Kritik daran, dass die Schnelltests nun etwas kosten werden?

Eine Sorge ist, dass sich durch die neue Regelung generell weniger Menschen ohne Symptome testen lassen. Denn wer dafür zahlen muss, überlegt sich das natürlich zweimal. Und weil viele Teststellen schließen, wird es vermutlich auch weniger Testmöglichkeiten geben. Die Befürchtung ist, dass wir dadurch in Zukunft mehr unentdeckte Infektionen haben.

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