Viele verschiedene Euro-Geldscheine, auf denen ein BAföG-Stempel liegt. (Quelle: IMAGO | Steinach)
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BAföG-Reform? - Ihr studiert und wollt euch übers BAföG finanzieren? Was die zukünftige Regierung zum BAföG plant, erfahrt ihr hier.

Elf Prozent der Studierenden bekommen aktuell BAföG, also Geld vom Staat zum Studieren. Der Maximalbetrag liegt bei 861 Euro. Viele fordern aber, dass das mehr werden muss - mehr Leute, die BAföG bekommen, und auch mehr Geld. Heute startet das neue Semester und in Berlin bildet sich eine neue Regierung.

Was sagen die einzelnen Parteien zum BAföG?

Die gute Nachricht ist: Niemand will das BAföG abschaffen. Darüber, dass mehr Studierende BAföG bekommen sollen, sind sich die Parteien auch einig. Aber dann ist es vorbei mit der Einigkeit. Die CDU will das BAföG bekannter machen, damit alle, die Anspruch haben, auch BAföG beantragen. Der FDP ist allein die Beantragung schon zu kompliziert.

Dr. Jens Brandenburg von der FDP sagt zum BAföG: "Es ist dringend reformbedürftig, weil es immer weniger Studierende erreicht, sehr kompliziert und bürokratisch geworden ist. Und deshalb ist es höchste Zeit, die grundlegenden Reformen zu einem digitalen, leicht verfügbaren und für alle erhältlichen, elternunabhängigen BAföG zu schaffen."

Auch die Grünen wollen eine BAföG-Reform. Einen wichtigen Punkt haben wir gerade bei der FDP gehört: Elternunabhängigkeit. Denn viele Studierende haben gar keinen Anspruch auf BAföG, weil die Eltern zu viel verdienen. Auch die SPD kann sich zumindest eine "elternunabhängige Komponente" vorstellen. Die Grünen sprechen von einer "Grundsicherung" - für wen die genau gilt, bleibt zunächst unklar.

BAföG bedeutet bislang auch, nach dem Studium Schulden zu haben, denn ein Teil muss zurückgezahlt werden. Viele Studierende beantragen deshalb erst gar kein BAföG. Haben die Parteien vor, daran was zu ändern?

Nicht alle. Aber Kai Gehring von den Grünen im Bundestag sagt dazu: "Ich fänd's viel gerechter, wenn die Studienfinanzierung ein Zuschuss wird, also keine Verschuldung am Ende steht, denn das schreckt viele junge Menschen ab. Ein Schuldenberg nach dem Studium ist für viele ein Klotz am Bein."

Die SPD kann sich einen sogenannten Vollzuschuss vorstellen. Das bedeutet, dass man nach dem Studium nichts zurückzahlen muss. So weit geht die FDP nicht, sie ist für einen zinslosen Kredit wie bislang. Allerdings soll es für Menschen, die nebenbei ehrenamtlich arbeiten, zum Kindergeld noch 200 Euro monatlich obendrauf geben, die nicht abgestottert werden müssen. Die CDU ist zufrieden mit dem BAföG-System, wie es gerade ist.

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