Gefäße mit Erde und kleinen Pflanzen, eine grüne Pflanzkelle und rote Gartenhandschuhe auf einem kleinen Tisch. (Quelle: IMAGO | Westend61)
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Gärtnern in der Stadt - Wie ihr euer Zuhause ganz einfach bepflanzen könnt - und vielleicht sogar etwas erntet.

Die Gartencenter sind geöffnet, das Wetter wird besser und neue Pandemie-Hobbys sind immer gut. Wie wäre es also mit Gärtnern, Gemüse oder sogar Obst anbauen und den Pflanzen zuhause beim Wachsen zuschauen?

Damit wolltet ihr schon länger anfangen, dachtet aber immer, das funktioniert sowieso nicht?

Dann können wir euch nur ermuntern! Auch wenn ihr keinen grünen Daumen und wenig bis gar keine Ahnung von Pflanzen habt - es gibt Hoffnung! Wir haben mit Garten-Bloggerin Nicole Ritter von "Kübelgarten" gesprochen und die sagt, Ausprobieren ist alles. Das geht umso leichter, je kleiner wir anfangen:

"Wenn ihr keine Ahnung habt, dann fangt mit Erdbeeren an. Die sind winterhart, die könnt ihr in den Töpfen stehen lassen. Die gießt ihr im Frühjahr und das Ganze kann wieder von vorne losgehen. Regelmäßiges Gießen gehört immer dazu. Aber das kriegt man hin. Man kann sogar Kartoffeln auf dem Balkon pflanzen. Dabei ist es relativ egal, ob der Balkon groß oder schattig ist. Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren! Im Supermarkt gibt es jetzt wieder Kräutertöpfe - einfach einen nehmen und zerteilen, in einen Balkonkasten packen, Blumenerde dazu und ihr habt immer genug für einen Salat da. Das wird nicht so schnell eingehen."

Ihr würdet gerne gärtnern, habt aber keinen Außenbereich. Was könnt ihr trotzdem tun?

Nicht alle haben den Luxus, einen Balkon oder sogar eine Dachterrasse ihr Eigen nennen zu dürfen. Die meisten essbaren Sachen wachsen aber nun mal leider nicht im Zimmer. Wenn ihr auch den Hof oder Vorgarten eures Mietshauses nicht begärtnern könnt, hat Nicole trotzdem Ideen für alle Indoor-Gärtner:innen unter uns:

"Im Wohnzimmer könnt ihr Micro-Greens, also junge essbare Keimpflanzen, anpflanzen. Die sind für Salat total lecker und sind selbst wie ein kleiner Salat. Jetzt beginnt die Anzucht von vielem. Man kann sich ein Samenkorn aus der Paprika nehmen, oder einen Samen aus der Melone, die man gerade gegessen hat, und in die Erde packen. Es kann nichts schief gehen. Ich habe mal angefangen, Samen einfach in meine Zimmerpflanzen reinzustecken und irgendwann kommt dann eine kleine Melone raus. Man kann sie dann im Sommer raus auf den Balkon umsetzen. Und wenn man viel Glück hat, hat man nachher aufm Balkon eine Honigmelone."

Ihr habt keine Kohle für den Gartenbedarf. Welche Low-Budget-Möglichkeiten gibt es?

Wer schon mal in einem Gartencenter war, weiß, dass Töpfe, Pflanzen und Erde richtig Geld kosten. Außer natürlich ihr lasst eure Kreativität walten. Balkon oder Hinterhofbepflanzung müssen nicht teuer sein und sind auch nicht super kompliziert, wie Nicole erklärt:

"Ich benutze alte Obstkisten, Sachen vom Flohmarkt. Alles, bei dem ihr unten ein Loch reinmachen und Erde reinpacken könnt, könnt ihr auch bepflanzen. Ich habe alte Küchentöpfe dafür verwendet. Man braucht nicht wirklich viel. Und Saatgut könnt ihr aus gekauften Gemüse und Gemüseresten ziehen."

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