Ein bunter Kleiderhaufen. (Quelle: Imago/agefotostock)
Bild: Imago/agefotostock

Lockdown Tipp - Second Hand boomt. Aber wohin mit meinen aussortierten Klamotten?

Wir haben es wohl alle letztes oder dieses Jahr getan und einige tun es sogar regelmäßig: den Kleiderschrank von alten Klamotten befreien. Klingt erst einmal nicht so verlockend. Und was stellt ihr dann mit dem aussortierten Stoffhaufen an? Die Möglichkeiten sind vielseitig! In jedem Fall könnt ihr ein bisschen Cash machen oder mit Spenden an gemeinnützige Vereine euer Karmakonto aufladen.

Der Klassiker: "VINTED"

Hieß letztes Jahr noch "Kleiderkreisel" und ist wohl DIE Online-Plattform, wenn es ums schnelle Verkaufen eurer alten Klamotten geht. Ein bisschen Aufwand ist damit aber dennoch verbunden: Fotos machen (je mehr Fotos und Perspektiven, desto besser), hochladen, die Teile möglichst genau beschreiben. Die Verkaufspreise sind eher Flohmarktniveau. UND: die Garantie für Käufer:in oder Verkäufer:in gibt's nur gegen Aufpreis.

Neu im Game: "Zircle"

"About you" und "Zalando" springen auch auf den Second-Hand-Hype auf. "Zalando" hat die App "Zircle" gegründet, wo ihr Fotos von euren Klamotten hochladet, die Hardfacts angebt und dann direkt einen Verkaufspreis angeboten bekommt. Bis zu 20 Teile könnt ihr in ein Paket packen und an "Zalando" schicken. Alles in allem frisst das nicht ganz so viel Zeit, ABER: Bei "Zircle" gibt's die Kohle nicht aufs Konto, sondern als Gutschein für den "Zalando" Online-Shop. IMMERHIN: Ihr könntet den Gutscheinwert auch einem gemeinnützigen Zweck spenden.

Einen ähnlichen Ansatz, um die Kund:innen in der Kaufkette zu halten, hat auch H&M. Dort könnt ihr pro Person und Tag zwei Tüten mit Altkleidern abgeben und direkt zwei 15 Prozent Gutscheine für den nächsten Einkauf erhalten. Crazy!

Karmapunkte sammeln

Es gibt noch andere Wege, wie ihr eure Klamotten los werdet und gleichzeitig etwas Gutes tut. Über intakte Sachen freuen sich Kleiderkammern und -container wie die vom Deutschen Roten Kreuz. WICHTIG: Das sind keine Mülleimer! Viel zu oft kommt es vor, dass hier benutzte Windeln oder Dönerrreste entsorgt werden. Bevor ihr etwas einwerft, fragt euch also, ob ihr den Inhalt auch noch eurer BFF geben würdet.

In Berlin freut sich auch "Second Hemd" von der Arbeiterwohlfahrt über eure Sachen. Wegen Corona sind die beiden Shops in Wedding aktuell geschlossen. Ihr könnt eure Klamotten aber nach telefonischer Anmeldung in der Verwaltung in der Prinzenallee abgeben. Gebraucht werden: saisonale Bekleidung (auch für Kinder), Bettwäsche, Handtücher, Tischwäsche, Gardinen sowie Schuhe, Taschen und Bücher. Die Bekleidung geht teils in die Läden, um mit dem Erlös das Projekt IsA-K zu unterstützen, bei dem straffällig gewordene oder langzeitarbeitslose Frauen die Anziehsachen aufbereiten und auch direkt an Frauen in sozialen Notlagen, die in verschiedenen Projekten der AWO betreut werden.

Und dann gibt es natürlich noch die Berliner Stadtmission. Informiert euch da aber vorher, was wirklich gebraucht wird. Hoch im Kurs: Sneaker Größe 41-45, Jacken, Jogginghosen, Jeans, Hoodies. Außerdem: Schlafsäcke, Isomatten, Zelte, Rucksäcke und große Taschen, Hygieneartikel wie Shampoo, Einwegrasierer, Rasierschaum & Hygienetücher.

Der Fritz-Pro-Tipp

Den geringsten Aufwand und die maximalste Freude erzielt ihr mit einer "zu verschenken"-Box vor der eigenen Haustür. Einfach ein sweetes Schild bekritzeln, ein, zwei Sticker raufpappen und ab geht die Post ... äh, Kiste.

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