Eine Frau hebt bei einer Demonstration ein lilafarbenes Weiblichsymbol hoch in dem ein Stinkefinger zu sehen ist. Bei der Demo ging es um Gleichberechtigung. (Quelle: imago/Stefan Boness)
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- Zwei Jahre #MeToo

Nach 24 Stunden gab es 12 Millionen Posts mit dem Hashtag #MeToo. Der Startschuss einer großen Debatte und weit mehr als ein Aufschrei gegen sexuelle Gewalt fiel vor zwei Jahren. 

Heute vor genau zwei Jahren fiel auf Twitter der Startschuss für eine Bewegung, die bis heute andauert: #metoo. Zwei Jahre sind eigentlich keine lange Zeit. Trotzdem ist eine Menge passiert. Die wichtigsten Eckdaten haben wir für Euch zusammengefasst.

15. Oktober 2017: Alyssa Milano startet mit Harvey Weinstein

Die US-amerikanische Schauspielerin Alyssa Milano twittert: "If you’ve been sexually harassed or assaulted write ‚me too‘ as a reply to this tweet." Dem voraus gehen zwei Artikel in der New York Times und im New Yorker, in denen dem amerikanischen Filmproduzenten Harvey Weinstein der sexuelle Missbrauch an Schauspielerinnen und Mitarbeiterinnen vorgeworfen wird.

Noch am selben Tag wird der Hashtag mehr als 200.000 mal auf Twitter verwendet. Auch Schauspielerinnen wie Gwyneth Paltrow und Uma Thurman geben an, Opfer sexuellen Missbrauchs geworden zu sein. Nach 24 Stunden gibt es auf Facebook bereits 4,7 Millionen Benutzer, die in über 12 Millionen Posts den Hashtag #MeToo verwenden. 

1. November 2017: Michael Fallon geht

Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon erklärt seinen Rücktritt, weil bekannt wird, dass er 2002 eine Journalistin unangemessen berührt hatte. Sie selbst macht auf Twitter noch einen Witz dazu. Nachträglich wurden Vorwürfe laut, dass der Politiker seiner Kabinettskollegin Andrea Leadsom gegenüber, wenige Tage zuvor, anzügliche Bemerkungen gemacht haben soll. 

3. November 2017: Kevin Spacey wird aus Serie geschnitten

Netflix kündigt die Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Kevin Spacey, nachdem sich die Vorwürfe gegen ihn bestätigt haben, mehrere seiner männlichen Kollegen sexuell belästigt zu haben. In den folgenden Tagen und Wochen werden immer mehr Fälle der sexuellen Belästigung und Nötigung insbesondere aus dem Dunstkreise Hollywoods publik. 

12. November 2017: Protestmärsche starten

In Hollywood entstehen erste Protestmärsche gegen sexuellen Missbrauch.

3. Januar 2018: Intendant in Deutschland geht

Der deutsche Regisseur Dieter Wedel rückt in den Mittelpunkt der #MeToo-Debatte in Deutschland. Ihm werden von mehreren Schauspielerinnen und ehemaligen Mitarbeiterinnen gewalttätige und sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Drei Wochen später tritt er als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurück.

13. September 2018: Vorwürfe gegen US-Richter

Gegen den US-amerikanischen Richter Brett Kavanaugh werden Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe laut. Trotz massiver Anschuldigungen verbleibt er am Supreme Court.

29. Mai 2019: Aktivistin steht vor gericht

Gut anderthalb Jahre nach dem Beginn der #MeToo-Debatte, steht die französische Aktivistin Sandra Muller vor Gericht. Ihr wird von ihrem Kollegen üble Nachrede vorgeworfen, nachdem sie ihn auf Twitter der sexuellen Belästigung bezichtigt hatte. 

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