Die Orsons (Foto: Nico Wöhrle | Universal)

- Die Orsons (Ausverkauft)

Werft den Ballast ab und kommt mit auf "Orsons Island"

Die Orsons sind ohne Frage schon lange DIE Institution, wenn es um ironischen, bunten und intelligenten Deutschrap geht. Tua, Kaas, Maeckes und Bartek sind zwar auch solo sehr  umtriebig, zusammen als Band sind sie allerdings weitaus mehr als die Summe ihrer Bandmitglieder.

Das Schicksal hatte wohl höheres geplant, als sich die vier jungen MCs vor zwölf Jahren zufällig in einem schwäbischen Studio begegnen: Vier Tage später ist „Das Album“ fertig und die Orsons wirbeln mit ihrem charmanten Witz und ungezügelter Kreativität die hiesige Hiphop-Szene gehörig auf. Gleich ein Jahr später hauen die vier Jungs die zweite Platte „Die Herrlichkeit, in Ewigkeit, Orsons“ raus und landen prompt in den Charts, im Radio und als Vorband auf den Bühnen von Fettes Brot und Herbert Grönemeyer. Das entgeht auch dem Major-Label Universal nicht, das die Orsons kurzerhand signt.

Obwohl die Plattenfirma den Jungs ziemlich viel reinquatscht, erkämpft sich die Band ihr drittes Album mit dem dazu passenden Namen „Das Chaos und die Ordnung“. Die Platte wirft trotz aller Major-Zwistigkeiten mit „Rosa, blau, grün“, „Horst & Monika“ und „Lagerhalle“ erfolgreiche Singles ab und kann sich in den Album-Charts platzieren. 2015 erscheint mit „What’s Goes“ das bis dahin erfolgreichste Album, das bis auf Platz zwei der deutschen Album-Charts klettert und mit dem die Orsons dank „Schwung in die Kiste“ 200.000 verkaufte Einheiten und damit Goldstatus einsacken.

Nach diesem Höhenflug braucht die HipHop-Boyband erstmal eine Pause und verabschiedet sich in einen längeren Urlaub. Zwischenzeitlich istnicht klar, ob die Orsons überhaupt vereint zurückkommen. Die einzige Orsons-logische Konsequenz daraus: aus der Sinnsuche ein Album machen! Mit „Orsons Island“ haben die Orsons nun nicht nur einfach eine neue Platte gemacht, sondern sich auch ein bisschen selbst wiedergefunden. Zwei Jahre lang haben die Jungs immer wieder auf verschiedenen Inseln zusammen Urlaub gemacht und dabei am Ende ihren Sehnsuchtsort, ihre eigene Insel entdeckt. „Orsons Island“ nimmt uns mit auf diese turbulente Reise, die die Band hinter sich hat: anfangs ein gewohnt komisch-absurder Trip, kippt die Stimmung im Laufe der Songs in ein Gefühlschaos, um sich am Ende wieder vom ganzen Ballast zu befreien und der orsonschen künstlerischen Vision zu folgen.

Sei dabei, wenn die Orsons ihre Insel nach Berlin bringen und ihre Rückkehr mit ihrem ganz eigenen Wahnsinn, Kitsch und Albernheiten feiern.

 

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