Die Facebook Messenger App auf einem Smartphone (Quelle: imago)
Bild: imago

- Argumente gegen Vorurteile

Der Messenger-Bot "SOSWeihnachten"

„Ich habe ja nichts gegen Flüchtlinge, aber wir können doch nicht die ganze Welt aufnehmen!“ Oder: „Der Islam ist nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar.“ Und: „Durch Zuwanderung geht die deutsche Kultur zu Grunde.“

Spätestens wenn am Heiligen Abend das Essen auf dem Tisch steht, fängt das erste Familienmitglied an über die Asylpolitik, Ausländer und die bösen Massenmedien abzulästern. „Da kommen ja nur Männer, die nehmen uns die Arbeitsplätze weg, alles Schmarotzer und die Medien belügen uns!“ Populistischer Braten mit Quatsch-Soße.

Argumente gegen das Bullshit-Bingo

Hättet Ihr jetzt nur schnell Argumente, die diesem Asyl-Bullshit-Bingo entgegenwirken. Könnt Ihr haben! Denn bei Facebook gibt es ab sofort die Gegenargumente per Nachrichten-Bot, sozusagen als automatisierte Antwortmaschine: "SOSWeihnachten" ist ein Facebook-Account, die verspricht, Euch die richtigen Antworten im Kampf gegen Vorurteile zu geben.

Und so funktioniert's: Ihr müsst Euch bei Facebook anmelden und dem Account "SOSWeihnachten" eine Nachricht oder eine Frage per Messenger schicken. Danach bekommt Ihr ein Hauptmenü angezeigt, in dem Ihr Euer jeweiliges Diskussionsthema auswählen könnt, also zum Beispiel "Asylpolitik". Zu dem jeweiligen Thema bekommt Ihr vom Bot dann automatisch Fakten für Eure Diskussion und Gegenfragen präsentiert.

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Diskussionshilfe, aber kein individuelles Nachfragen

Eine Berlinerin hat das Ganze ins Leben gerufen. Das Gute am Chat-Bot: Er gibt Euch kurze, knappe Antworten, quasi das Rüstzeug für eine aufkommende Diskussion. Problem: Der Bot hat nur Antworten zu vorgegebenen Fragen - mit individuellem Nachfragen könnt Ihr nicht kommen.

Dennoch ist der Bot eine gute Diskussionshilfe für Euch. Ihr könnt auf Stimmungen und Gefühlen mit Gegenfragen und Argumenten reagieren. Euer Diskussions-Talent kann er aber nicht ersetzen. Durch das Gespräch am Tisch müsst Ihr selbst durch.  

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hallo Ernst Haft! Wir wissen nicht, ob wir unsere Hörer kog(!)nitiv fordern. Wir hoffen es. Was wir wissen, ist, dass Rassismus und Vorurteile nach wie vor sehr verbreitet in unserer Gesellschaft sind, und wir unseren Hörern deshalb etwas Rüstzeug für aufkommende Diskussionen mit Rassisten und Falschinformierten an die Hand geben wollen. Der Messenger-Dienst ist keine Einrichtung von uns. Wir haben die Macher vorgestellt. Dass unsere Hörer selbst denken können, davon sind wir überzeugt. Grüße!

  2. 1.

    Weil Fritz Kunden so koknitiv gefordert sind, dass sie nicht selbst denken und antworten können ohne die Worte ihres grossen Führer(in)s abzurufen? :D aua

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