Die Figur Gris aus dem gleichnamigen Spiel (Foto: Nomada Studio)
Nomada Studio
Bild: Nomada Studio Download (mp3, 4 MB)

- "Gris"

Aus Grau mach Bunt

Fritz meint:

Das Jahr startet langsam, was Spiele angeht - die ersten richtigen Kracher 2019 kommen erst Ende des Monats. Deswegen hat unser Gamechecker Bene Wenck eine Perle aus dem Dezember rausgekramt.

Eine zauberhafte, einsame Welt

"Gris" ist einfach nur ein wunderschönes Kunstwerk. Das geht beim Grafikstil los: Alles sieht aus wie gezeichnet und mit Wasserfarben bemalt. Die Sicht ist im Querschnitt in 2D, wie bei alten Mario-Spielen. Aber die Atmosphäre ist eine komplett andere.

Gris ist die Hauptperson: türkise, schulterlange Haare, ein weiter, grauer Umhang, der im Wind flattert und zwei dünne Beine, mit denen sie laufen und springen kann. In der Umgebung gibt es alte Ruinen und verfallene Türme oder geheimnisvolle, tiefe Wälder mit eckigen Bäumen. Das hat alles ein sehr großes Gefühl der Einsamkeit, auch wenn immer wieder kleine Tierchen rumfliegen oder laufen. Aber Gris ist dort erstmal ganz allein.

Die Welt von Gris (Foto: Nomada Studio)

Liebevoll komponierter Soundtrack

Die Geschichte ist ohne Text erzählt, nur durch die Bilder. Am Anfang liegt Gris in einer riesigen Hand aus Stein. Sie wacht auf und will singen. Aber ihre Stimme versagt, die Hand zerbröckelt unter ihr und sie fällt. Und die Welt, in die sie fällt, ist komplett schwarzweiß - der einzige Farbklecks sind die türkisen Haare von Gris.

Eure Aufgabe ist es, die Farbe zurückzubringen in diese Welt - was sie nur noch schöner macht. Eine riesige Rolle spielt auch der Soundtrack. Der ist komponiert von Berlinist, einer Band aus Barcelona. Und die Musik fließt immer mit dem Spiel mit, und das so intensiv und bewegend, dass es einem die Tränen in die Augen treibt.

Kleines Gesamtkunstwerk

Gegner gibt es in dem Sinne nicht. Ihr müsst niemandem auf den Kopf springen und Ihr sterbt in dem Spiel auch nicht. Es ist eine Mischung aus Rätselgame und Plattformer. Zum Beispiel müsst Ihr Umgebungsrätsel lösen oder geschickt von einem Ding zum nächsten hüpfen.

"Gris" erinnert vom Levelaufbau auch leicht an die alten Metroid-Spiele: Es gibt einen zentralen Punkt in der Welt, an Ihr immer wieder zurückkehrt. Von dort aus geht Ihr in die verschiedenen Gebiete, wo Ihr neue Fähigkeiten bekommt - mit denen Ihr dann in neue Bereiche kommt. Das Spiel ist nicht riesengroß und auch nicht super anspruchsvoll zu spielen. Aber diese Atmosphäre, der fantastische Soundtrack und der wunderschöne Stil: "Gris" sollte man echt mal gespielt haben.

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