Das Foto zeigt einen Screenshot aus dem Spiel "Red Dead Redemption 2", auf dem im wilden Westen mit Revolvern geschossen wird. (Quelle: Rockstar Games)
Bild: Rockstar Games

- "Red Dead Redemption 2"

Videospiel-Revolution

Fritz meint:

Rauchende Colts, schwingende Saloontüren - Western sind in der Popkultur gerade nicht mega angesagt. Außer, es geht um das wahrscheinlich beste Game des Jahres. FritzGamechecker Bene Wenck konnte es kaum erwarten, das Spiel für Euch auszuchecken.

Zwischen Kriminalität und Melancholie

Red Dead Redemption 2 beginnt für einen Western untypisch: in tiefem Schneegestöber. Arthur Morgan und seine Banditenbande flüchten vor dem Gesetz in die Berge. Arthur ist dabei so etwas wie die rechte Hand des Bosses Dutch, der die Gruppe von Männern und Frauen, darunter Schläger, Taugenichtse, Räuber und Säufer, anführt.

Die erste große Aufgabe: Überleben. Die Gruppe benötigt einen Unterschlupf, Nahrung, Medizin und Geld. Letzteres kommt natürlich nicht auf legalem Weg und so raubt Arthur schon nach recht kurzer Spielzeit mit seiner Gang einen Zug aus.

Dabei ist der Hauptcharakter allerdings kein grausamer Krimineller. Er tut, was er gelernt hat, bringt aber nicht grundlos Menschen um. Oft bricht bei ihm auch eine gewisse Melancholie durch, wenn er etwa in sein Tagebuch schreibt oder sich Gedanken um die Natur während der fortschreitenden Industrialisierung in Amerika macht.

Das Foto zeigt einen Screenshot aus dem Spiel "Red Dead Redemption 2", auf dem im wilden Westen ein Duell auf den heißen Punkt zuläuft. (Quelle: Rockstar Games)

Riesige Welten

Hinter dem Spiel steckt Entwickler Rockstar, der auch für die Blockbuster-Reihe GTA verantwortlich ist. Acht Jahre mussten Fans nun auf die Fortsetzung von Red Dead Redemption warten, die eigentlich ein Prequel ist. Und das Warten hat sich gelohnt: RDR2 gehört, kurzgesagt, zu den besten Spielen des Jahres.

Die Spieler sind in einer gigantischen Open World unterwegs, in der sie allein mit der Hauptgeschichte mehrere Dutzend Stunden verbringen sollten. Dazu gibt es unzählige Nebenaufgaben. Die Landschaft ist umwerfend: Es gibt schneebedeckte Gipfel, dunkle Wälder, weite Prärie, kleine Dörfer und lebhafte Großstädte. Die Gegend soll dabei auf die Handlungen von Arthur eingehen - Städte und Zuglinien sollen sich verändern.

Auch die Bevölkerung reagiert auf den Hauptcharakter: Verhält er sich ehrenhaft, sind die Menschen aufgeschlossen. Hat sich Arthur bei einer Prügelei im Dreck gewälzt, machen sie einen weiten Bogen um ihn. Auch die richtige Kleidung und die regelmäßige Pflege des in Echtzeit wachsenden Barts spielen eine Rolle.

Das Foto zeigt einen Screenshot aus dem Spiel "Red Dead Redemption 2", auf dem die Hauptfigur mit einem Bogen im Wald steht. (Quelle: Rockstar Games)

Detailreiche Gestaltung

Viel Liebe zum Detail sieht Ihr auch an der Gestaltung der Pferde. Sie bewegen sich extrem glaubwürdig, unter dem Fell kann man fast jede Muskelfaser erkennen. Mit seinen Pferden hat Arthur eine innige Beziehung: Stehen die beiden viel durch, wächst das Band zwischen Tier und Mensch. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Pferdes.

 

Fazit

Red Dead Redemption 2 wird diese Konsolengeneration mitdefinieren. Einzig störend sind ein absolut undurchsichtig aufgebautes Menü und eine manchmal etwas ungenaue Steuerung. Das lässt sich aber leicht verschmerzen, wenn Ihr Euch auf die riesige, durchdachte Geschichte einlasst.

Auch einlassen müsst Ihr Euch auf die teils heftige Gewaltdarstellung: Blut spritzt, Informationen werden aus Menschen herausgeprügelt, für Kopfschüsse gibt es Achievements. Unpassend wirkt die Brutalität allerdings nicht in der noch rauen Welt des immer weniger wilden Westens.

 

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