Soldat neben einem Panzer (Quelle: EA)
Bild: EA

- Battlefield V

Kriegsverherrlichender Ego-Shooter

Ballern, ballern, ballern: Das ist der Ego-Shooter Battlefield. Die Reihe geht zurück an ihre Wurzeln - in den zweiten Weltkrieg. Battlefield V will weniger bekannte Schlachten des zweiten Weltkriegs zeigen. Dabei erzählt es wie das letzte Spiel der Reihe sogenannte "War Stories", also quasi die Einzelspieler-Kampagne.

Da verschlägt es Euren Soldaten oder Eure Soldatin in alle möglichen Ecken der Erde, die auch wirklich sehr beeindruckend aussehen. Eine Mission ist zum Beispiel in Norwegen, da hängen Polarlichter am Himmel, der Schnee glitzert, und dazu halt fette Explosionen und Schüsse. Dazu hat Battlefield einen fantastischen Soundtrack und auch ein großartiges Sounddesign.

Zwei bewaffnete Soldaten mit Flammen im Hintergrund (Quelle: EA)

Extrem mitreißend

Ihr hört die Schüsse an Euch vorbeiflitzen, das ist richtig krass und zieht einen enorm rein in die Spielfigur. Ein sehr krasser Effekt entsteht im Intro, wenn Ihr Eurer Kompanie in Norwegen hinterherrennt, ein paar Schüsse abgebt - und getötet werdet.

Dann werdet Ihr nach Libyen versetzt, Ihr sitzt in einem Panzer, feuert ein paar Schüsse ab - und sterbt. Und so will Euch das Spiel klarmachen, wie krass dieser Krieg und unwichtig so ein Menschenleben war.

Romantische Sicht auf den Krieg

Die "War Stories" sind zunächst nur aus Sicht der Alliierten, die nicht gegen Nazis mit Hakenkreuzen kämpfen, sondern gegen die "Achsenmächte". Es soll noch eine Episode kommen, wo man ein Mitglied eines deutschen Panzerbataillons spielt. Schwerig, aber Hauptproblem mit dem Spiel ist: Es romantisiert diesen zweiten Weltkrieg schon sehr.

Das Spiel erzählt quasi: Oh, dieser Krieg war so grausam und hat uns alle entmenschlicht. Aber Krieg bringt immer auch das Beste im Menschen hervor - wir finden neue Brüder. Gerade beim Zweiten Weltkrieg ist sowas extrem problematisch. Menschenleben sind nix wert, gleichzeitig verteilt Ihr Kopfschüsse wie Gummibärchen. Da scheitert Battlefield V einfach.

Der Multiplayer läuft nicht rund

Es gibt wieder verschiedene Modi. Der Klassiker ist Eroberung: Es gibt bestimmte Punkte auf der Karte, die Ihr einnehmen und dann verteidigen müsst. Je länger Ihr die kontrolliert, desto besser. Irgendwann hat eine Seite keine Verstärkung mehr und verliert. Etwas länger sind die sogenannten "Grand Operations": Die gehen ungefähr eine Stunde und Ihr spielt mehrere Maps nacheinander. Und wenn es nach den drei Maps unentschieden ist, gibt es "Sudden Death". Das heißt: Jeder Spieler hat nur ein Leben und da kann einem dann schon die Pumpe gehen.

Der Multiplayer ist insgesamt ausgefeilter geworden. Ein paar Monate mehr Entwicklungszeit hätten ihm aber wirklich sehr gut getan. Minen schweben in der Luft, Gewehre bleiben in Wänden stecken. Wartet also lieber noch etwas mit dem Kauf, bis die Bugs hoffentlich gefixt sind.

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1 Kommentar

  1. 1.

    ich selber bf4, und spiele das ding jetzt seit zwei jahren.
    am anfang war ich beeindruckt von der grafik, dem sound, und nicht zuletzt, dass ich mal so richtig meine aggressionen abbauen konnte. aber .... es gibt eine sache an die ich mich bis heute nicht gewoehnt habe ..... wer verdammt nochmal, hat sich diese spielregeln einfallen lassen. so etwas ungerechtes, wie kann jemand gute spieler so scheisse aussehen lassen.

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