Das Foto zeigt die Band Annenmaykantereit auf dem Cover ihres Albums "Schlagschatten". (Quelle: Vertigo Berlin)
Bild: interscope.com

- Annenmaykantereit "Schlagschatten"

Immer noch die Alten

Fritz meint:

Als sich drei Jungs während ihrer Abi-Zeit zusammengetan haben, um Straßenmusik in Köln zu machen, hätten sie wohl nicht gedacht, dass sie nur ein paar Jahre später bei einem Major Label unter Vertrag stehen, auf den größten Festivals spielen und Konzerte ausverkaufen. Es geht um AnnenMayKantereit, die Band, die jetzt aus vier Jungs besteht, hat eine echte Bilderbuchkarriere hingelegt. Jetzt ist ihr neues Album "Schlagschatten" draußen, das sie in Spanien aufgenommen haben. Wie das klingt, weiß FritzReporterin Bettina Brecke.

Die Jungs sind zurück

AnnenMayKantereit, das waren doch die mit dem Song über den Vater, die mit den traurig-schönen Liebesliedern, die Schwiegermutter-Lieblinge, die barfuß am Klavier spielen. Auch auf ihrer neuen Platte setzen die Jungs aufs Klavier und schrammelige Gitarren und halten nichts von verschrobelten, subtilen Texten.

Einfach, aber schön

Bei manchen Songs wünscht man sich ein bisschen mehr Wortgewandtheit. Da folgen die Reime einem klaren Schema und die Zeilen überraschen nicht. Klar kann man sofort mitsingen, aber aufregend ist was anderes. Unaufgeregt melancholisch und irgendwie schön ist "Schlagschatten" aber trotzdem.

Auch die politische Seite

Es geht natürlich wieder um die Liebe, um Verflossene, um das Zurückkehren in die fremdgewordene Heimat. Man feiert das Jungsein und das Faul-im-Bett-bleiben. Personen werden besungen, die man verloren hat. Außerdem zeigen AnnenMayKantereit dieses Mal auch ihre politische Seite und singen über die Flüchtlingskrise und das Privileg weiß zu sein.

Etwas dunkler, etwas kratziger

AnnenMayKantereit sind weiterhin die Jungs, mit denen man gerne mal auf ein Bier versacken würde. Ehrlich, ohne besonders viele Ausschmückungen, ohne die großen Rockstar-Gesten sind die 14 Songs auf "Schlagschatten". Die Schatten um die Augen der Mitglieder sind noch etwas dunkler geworden, die Stimme von Sänger Henning noch etwas kratziger und die Zeilen übers Zweifeln und Scheitern noch immer sehr wahr - genau das macht diese Platte hörenswert.

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