"Origins"-Cover: Mann in Park vor brutalistischen Gebäuden und Halo
Bild: interscope.com

- Rita Ora "Phoenix"

Pop-Hymnen mit Hitpotential

Fritz meint:

Sechs Jahre für ein Album - das bedeutet entweder Sinnkrise oder Rechtsstreit. Dass Rita Oras zweites Album "Phoenix" so lange auf sich warten lies, liegt jedenfalls nicht daran, dass sie eine kreative Pause brauchte. Nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums "Ora" hat sich Rita nämlich mit ihrem Label UND mit Labelpapa Jay-Z ordentlich verkracht und versuchte aus dem Vertrag zu kommen. Die Folge: Albumsperre. Die ist nun aber endlich vorbei! FritzReporterin Helene Nikita Schreiner weiß, wie die neue befreite Rita Ora klingt.

Die Regeln des Pops

Alben wie "Phoenix" von Rita Ora haben wir gefühlt alle schon mal gehört. Die Platte der britischen Musikerin wirkt nicht nur deswegen vertraut, weil sie einen Großteil der Songs schon im letzten Jahr veröffentlich hat, sondern auch weil sie nach den klassischen Regeln des Pops spielt: beat-getriebene Hymnen wechseln sich mit sanftem Gesang und Herzschmerz ab.

Mädelsabend und Clubabend

Soweit so vorhersehbar: Der Sound auf "Phoenix" ist hochwertig, glatt und eingängig. Die Songs triefen vor Hitpotential und büßen so ein bisschen an Charakter ein. Macht aber nichts, denn dafür sind sie alltagstauglich. Rita Oras neue Platte wird somit, genau wie der süße Holunderblütensekt, einer der wichtigsten Bestandteile eines jeden Mädelsabend und ist gleichzeitig guter Stoff für einen Clubabend.

Und plötzlich ist da noch mehr

So setzt sich das solide Hitfeuerwerk bis zum zehnten Track ihres Albums fort, auf dem Cardi B, Charli XCX und Bebe Rexha eine lesbische Liebeshymne zelebrieren und Rita Ora sich als bisexuell outet. Dieses Outing scheint bei Rita auch einen kleinen Befreiungsmoment in Sachen Popmusik zu provozieren und so sind die letzten fünf Songs der Platte nicht mehr ganz so glatt und austauschbar. Es wird sogar mal düster und hat das Potential anzuecken. 

Auf "Phoenix" belohnt uns Rita Ora mit großer Popmusik und hat noch so einige Songs in petto, die nur darauf warten, ein Megahit zu werden.

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