Erwischt und angeblitzt. Was macht Bosse da im Gebüsch? Wir wissen es nicht - ein Ausschnitt des Plattencovers von: Bosse "Alles ist jetzt" (Quelle: Universal Music)
Bild: Universal Music

- Bosse "Alles ist jetzt"

Bilder im Kopf

Fritz meint:

Jeder kann Axel Bosse leiden. Er darf auf Oliver Koletzkis Techno-Songs singen, holt sich Casper als Gast auf seine Alben. Bosse hat Stammplätze in den deutschen Charts, auf deutschen Festival-Bühnen und mit seinen aktuellen Singles auch bei uns. Ob er mit "Alles ist jetzt" auch auf Albumlänge alle Sympathien für sich gewinnt, hat FritzReporter Hagen Terschüren rausgefunden.

Purer Frohmut

Auf "Alles ist jetzt" spielt Bosse seine große Stärke aus: Kaum jemand schafft es, in so kurzer Zeit so gute Laune zu verbreiten. Das liegt vor allem an der Musik. Die mit vielen Instrumenten durchsetzten Beats klingen einfach immer fröhlich - selbst wenn es um unerfüllte Liebe geht. Oder wie Bosse singt: "Wärst du eine Stadt, dann wärst du Pjöngjang."

Politische Texte

Und genau solche Formulierungen machen Bosse so spannend. Eigentlich abgegriffene Themen bekommen einen neuen Anstrich und klingen wie etwas ganz Neues. Außerdem ganz neu für Bosse ist, dass er nicht nur auf der Bühne und in Social Media politisch wird, sondern auch in seinen Texten.

Wie Leute sprechen

Texte waren schon immer Bosses große Stärke. Der Hamburger klingt immer wie Leute halt reden und nicht nach elaborierter Poesie. Und das führt dazu, dass er Leute auf einer ganz anderen Ebene anspricht.

Übers Ziel hinaus

Diese direkte Sprache führt aber auch zu Situationen, die unsensibel wirken können. Im Song "Indianer" benutzt Bosse viele kulturelle Klischees - etwas, das von indigenen Völkern schon länger kritisch gesehen wird. Und Grid-Girls hören Sätze wie "du bist falsch wie ein Boxenluder" vermutlich auch eher ungern. Aber natürlich meint Bosse das alles nicht böse und nutzt nur Mittel, um Bilder im Kopf zu erzeugen. Und das gelingt Bosse auch immer noch wie kaum einem anderen.

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