Schmutzige Handfläche mit Zahn darauf
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- Feine Sahne Fischfilet "Sturm & Dreck"

Ein popkulturelles Phänomen

Fritz meint:

Eine Punkband, die Hallen füllt. Die Rede ist nicht von Stadionrockern mit Punkvergangenheit wie Die Ärzte oder Die Toten Hosen. Feine Sahne Fischfilet sind authentisch, roh, singen schief und klingen wie direkt aus dem Probenkeller entführt. Trotzdem machen sie im März gleich zweimal die Columbiahalle voll. Die neue und damit fünfte Platte heißt "Sturm & Dreck". FritzReporter Golo Schmiedt hat sie sich angehört.

Thema Verdrängung

Auch wenn Feine Sahne Fischfilet schon längst aus den Jugendfreizeitzentren in die großen Hallen umgezogen sind, haben sie den Bezug zur Basis nicht verloren. In "Zuhause" geht's zum Beispiel um das Thema Verdrängung und hohe Mieten. Auch in ihrer Heimatstadt Rostock ein großes Problem.

Feine Sahne Fischfilet – "Zuhause"

Heimatgefühl und soziales Engagement

Wo andere Bands in die großen Medienstädte Berlin oder Hamburg ziehen, bleiben Feine Sahne Fischfilet lieber in Ostseenähe. Ein aufgeklärtes Heimatgefühl scheint den sechs Fischköppen ohnehin wichtig. 

Noch wichtiger als ihre Wurzeln ist ihnen aber ein anderes Thema: soziales Engagement. Zusammen mit den Betreibern ihres Rostocker Stammdönerladens haben Feine Sahne Fischfilet Spenden gesammelt und an die türkisch-syrische Grenze nach Suruc gebracht. Dass sie dort Zeugen eines Anschlags mit über 30 Toten wurden, haben sie jetzt in ihrem Song "Suruç" verarbeitet.

Sie singen, was sie denken und fühlen

Feine Sahne Fischfilet singen gerade raus, was sie denken und fühlen. Ihre politische Haltung, die authentische, rohe Art und dazu ihr rebellischer Mittelfinger machen sie zu dem, was sie heute sind: ein popkulturelles Phänomen. Ob sie das nun wollen oder nicht.

VÖ: 12.01.18

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