Haiyti auf dem Cover ihres neuen Albums "Montenegro Zero" (Foto: Universal)
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- Haiyti "Montenegro Zero"

Trash-Romantik und Drogen-Poesie

Fritz meint:

In den Kreisen der Oldschool-Hip-Hop-Fans galt "Cloudrap" vor knapp zwei Jahren noch als riesengroßer Scherz und "drogengeschwängertes Genuschel mit zu viel Autotune". Auch die Mukke von Hamburgerin Haiyti wurde so bezeichnet.

Nach unzähligen Releases im Internet, hat sie nun endlich ihr erstes richtiges Debütalbum an den Start gebracht, das mit dem Vorwurf "Cloudrap-Hype" aber so gar nichts mehr zu tun hat. Unsere FritzReporterin Helene Nikita Schreiner hat für Euch reingehört.

Von der DIY-Diva zum Major Label

Hinter dem Debütalbum "Montenegro Zero" steht nicht nur Haiyti und das Produzenten-Team Kitschkrieg, sondern auch die Universal Music Group. Doch dieser fette Deal ändert zum Glück nichts an ihrer Musik.

Die bipolare Haiyti-Welt bleibt bestehen: mal ernüchtert, mal selbstverliebt, mal hoffnungslos, mal größenwahnsinnig. Das Album ist noch immer wie ein All-inclusive-Urlaub in Straßen aus glitzerndem Beton, das sogar einen Song mit Bad-Girl-Sommerhit-Potential birgt. 

Haiyti - Gold

Starke Rhymes, abwechslungsreiche Beats

Ob Trash-Romantik, Raubüberfälle oder Drogen-Poesie - keiner kann diese Dinge so gut in Rap verpacken wie Haiyti. Mal in trap-ähnliche Sounds aus Atlanta, mal in jamaikanischen Dancehall.

Die Musikjournalisten-Schubladen für Haiyti reichen von Pop-Hoffnung bis Rap-Avantgarde. Aber egal, was die Hamburgerin noch bereithält: mit "Montenegro Zero" hat sie locker 100.000 neue Fans.  

VÖ: 12.01.18

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