Das Foto zeigt Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz in ihrem Film "100 Dinge". (Quelle: Warner Bros. Pictures)
Bild: Warner Bros. Pictures

- "100 Dinge"

Comedy und Konsumkritik

Fritz meint:

Florian David Fitz und Matthias Schweighöfer sind das Traumduo des erfolgreichen deutschen Films. Nach "Der geilste Tag" stehen sie schon wieder gemeinsam vor der Kamera, während Fitz gleich selbst Regie führt. Gemeinsam wird ausgemistet.

Jeden Tag ein Ding

Der Denkanstoß des Filmes ist, dass wir viel zu viele Dinge besitzen - im Durchschnitt 10.000. Toni (Matthias Schweighöfer) und Paul (Florian David Fitz) wetten, dass sie 100 Tage lang mit nur 100 Dingen auskommen können. Gestartet wird bei null, jeden Tag darf eine neue Sache aus dem privaten Lager geholt werden. Wird es das Smartphone oder der Schlafsack? Das nötige Ladekabel oder ein paar Schuhe? Aus dieser Idee ergibt sich Konsumkritik, gepaart mit der nötigen Dosis Humor.

Eine Wette als Auslöser

Im Vordergrund steht immer noch die Wette der Kindheitsfreude, deren Lofts nebeneinander liegen und die ein Start-Up aufgebaut haben. Weil Paul eine personalisierte Version von Siri entwickelt hat und Tonis Daten sammelt, bekommt dieser perfekte Werbeanzeigen. Als Paul Toni das gesteht, kommt es zum alkoholgetränkten Streit, der in der Wette mündet. Das Ziel ist der vollkommene Konsumverzicht.

Erstklassiger Cast

Das Zusammenspiel von Schweighöfer und Fitz trägt "100 Dinge" mit ihren komplett konträren Figuren. Der eine ist ein Träumer, der andere aalglatt und so spielen sie sich die Bälle zu. Ergänzt werden sie von einem erstklassigen Cast um Hannelore Elsner, Maria Furtwängler, Wolfgang Stumpf und Katharina Thalbach.

Und auch wenn der Film etwas überladen ist und sich gelegentlich in Kalenderweisheiten wie "Glück ist wie Wasser. Wenn man es festhalten will, läuft man mit geballten Fäusten durchs Leben" verliert, bleibt "100 Dinge" eine unterhaltsame Komödie mit Gespür für Timing und ohne wedelnden Zeigefinger.

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