Ein Screenshot aus dem Film "Aus dem Nichts", in dem eine dunkel gekleidete Frau durch die Straßen von Hamburg läuft (Foto: Warner Bros.)
Bild: Warner Bros.

- "Aus dem Nichts"

Intensiv und zermürbend

Fritz meint:

"Aus dem Nichts" ist ein brandaktuelles und vor allem packendes Drama angelehnt an die NSU-Anschläge um eine junge Frau, die bei einem Terroranschlag alles verliert. Katja ist mit dem Türken Nuri verheiratet und zusammen mit seinem Sohn Rocco haben sie das perfekte Hamburger Kiezleben. Solange bis bei einem Nagelbombenanschlag vor Nuris Büro ihr Mann und Sohn ums Leben kommen.

Eine Zerreißprobe

Die Polizei ermittelt erst in die komplett falsche Richtung. Katja wird mit ihrer Wut und Trauer allein gelassen und betäubt ihren Schmerz mit Drogen. Als dann zwei Neo-Nazis verhaftet werden, wird der Prozess für Katja zur emotionalen Tour de Force und Zerreißprobe.

Auf die Mörder ihrer Familie reagiert sie dann auch entsprechend aggressiv und voller Hass. Diane Krüger geht bei dem Film schauspielerisch auch wirklich an ihre Grenzen. Zur Vorbereitung hat sie sich sogar mit über 30 Familien getroffen, die Opfer von Gewalt geworden sind und diese Geschichten hat sie mit in ihre Rolle genommen.

Gut umgesetzt

Aber nicht nur Diane Krügers Leistung macht "Aus dem Nichts" so gut, sondern auch das gut durchdachte Drehbuch. Alleine die Gerichtsszenen sind wie ein Ping Pong, der einen als Zuschauer zum Verzweifeln bring. Ein richtig zermürbender Film.

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