Bücherstapel vor einer roten Wand (Foto: imago/Photocase)
Bild: imago/Photocase

- "Finsterwalde"

Düsteres Szenario

Fritz meint:

Finsterwalde, der Ortsname allein klingt schon düster. Aber was in dem neuen Thriller von Max Annas mit dem gleichnamigen Titel passiert, übersteigt schon sehr stark die Vorstellungskraft und erinnert ein bisschen an ganz finstere Zeiten im dritten Reich. Tatsächlich ist es in "Finsterwalde" bittere Gegenwartsrealität. Unser Fritz Reporter Timm Lindenau hat das Buch für Euch gelesen.

Drittes Reich auf heute übertragen

Häufig kommt die Frage auf, warum solche Orte wie Finsterwalde überhaupt ausgeschildert sind. Die Leute die da wohnen, die wissen wie sie da hinkommen und alle anderen wollen nicht hin. Im Fall von Maries Familie schon mal gar nicht.

Die Ärztin aus Kreuzberg wird mit ihren Kindern in ein Lager verschleppt. Das Lager ist eigentlich eine leer geräumte Stadt und nun ein Ghetto für Menschen mit einer anderen Hautfarbe und ethnischer Herkunft. Am Anfang fällt es Marie und ihren Mitgefangenen schwer, sich zu orientieren. Wo sind sie und wie lange sind sie dort in diesem Lager? Zunächst gilt es, sich mit den anderen zu organisieren und alle zusammen zu trommeln.

Zwei Erzählstränge

Parallel dazu wird die Geschichte von Theo, seiner Frau Eleni und ihren Kindern erzählt. Sie kommen aus Griechenland und sind angeworbene Facharbeiter. Eleni ist Ärztin und bekommt eine Praxis in Kreuzberg gestellt. Vorher hat hier eine andere Ärztin praktiziert. Von ihr fehlt jede Spur.

Im Laufe der Geschichte findet Theo Bilder der Vormieter und wir stoßen schnell auf den roten Faden, der die beiden Schicksale zusammenführt. Marie war die Ärztin und so bewegen sich beide Geschichten im Laufe des Thrillers "Finsterwalde" aufeinander zu. Max Annas holt die grausame Vergangenheit, in der Faschismus und Nationalismus Alltag waren, wieder in die Gegenwart. Spannend ist es auf jeden Fall.

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