Ein Leben ohne Zuhause

Wer es nicht erlebt hat, kann sich das Leben auf der Straße kaum vorstellen. Wir haben bereits Obdachlose in der Notunterkunft am Lehrter Bahnhof in Berlin nach ihren Wünschen gefragt. Am 17. Dezember waren wir mit unserer Sprechstunde, dem Blue Moon, in der neuen Notunterkunft "HalleLuja" in Berlin-Lichtenberg zu Gast - um auf das Thema aufmerksam zu machen und vor allem auch, um zu helfen. Ihr könnt dort weiterhin Sachspenden vorbeibringen (das wird am dringendsten gebraucht). Und wie Ihr sonst noch sicherstellen könnt, dass Eure Unterstütung an der richtigen Stelle landet, lest Ihr hier.

Zum Nachhören

Der Blue Moon live aus der Notübernachtung "HalleLuja" (17.12.18)

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Hilfsangebote für Obdachlose

  • "One Warm Winter" ist eine Berliner Initiative, die Obdachlosen und Flüchtlingen wetterfeste Klamotten zukommen lässt. Ihr bestimmt die Höhe des Geldbetrages, den Ihr spenden möchtet und seht live, wie viel von einer Jacke Eure Spende bewirkt. Marteria, Palina Rojinski, Joko Winterscheidt, Olli Schulz, und viele andere Stars sind Botschafter für diese gute Sache.

    Spenden

    Ihr könnt "One Warm Winter" mit Spenden unterstützen. Von dem Geld wird Kleidung gekauft. Die Initative arbeitet mit verschiedenen Institutionen in Berlin zusammen, die die Kleider an die Betroffenen verteilen.

  • In Berlin gibt es schätzungsweise 10.000 Obdachlose, aber vermutlich noch viel mehr. Einigen Notunterkünften wurde allerdings in den letzten Jahren die Finanzierung gestrichen. Für Wohnungslose wird es also immer schwieriger, im Winter einen warmen und sicheren Schlafplatz zu finden. Wer Pech hat, muss draußen bleiben - bei Minusgraden kann das nachts lebensgefährlich werden. Wenn Ihr im Winter Obdachlose in Not seht, solltet Ihr sofort einen Kältebus verständigen. Die Teams geben Tee und Schlafsäcke aus und bringen die Menschen in eine sichere Notunterkunft.

  • Um Notunterkünfte, Wohnungen, Wärmestuben und Ambulanzen zu finanzieren, könnt Ihr der Caritas und der Berliner Stadtmission mit Geldspenden helfen.

    Ganz einfach helfen könnt Ihr auch per SMS: Indem Ihr das Wort "kalt" an die 81190 sendet, werden Euch fünf Euro von Euer nächsten Handyrechnung abgebucht. 4,83 Euro davon gehen direkt an den Berliner Kältebus, der Rest sind Gebühren.
     

  • Bevor Ihr Klamotten, die Euch nicht mehr gefallen, wegschmeißt, spendet sie lieber! Aber achtet bitte drauf, dass Kleiderspenden nicht Eure Mülltonne ersetzen. Eine Winterjacke mit Löchern und undichte Regenjacken bringen Leuten auf der Straße recht wenig.

    Grundsätzlich freuen sich die Berliner Stadtmission und die Caritas über jedes brauchbare Kleidungsstück. Die Stadtmission hat für Kleidung spezielle Spendecontainer in der Nähe des Hauptbahnhofs und listet hier auf, was gerade besonders gebraucht wird. Auch in Secondhandläden könnt Ihr Eure alten Klamotten abgeben.

    Die Caritas betreibt in Berlin zwei Kleiderkammern. Im Wedding und in Charlottenburg-Wilmersorf werden kostenlos und gegen Nachweis Klamotten, Schuhe, Handtücher, Bettwäsche und Kinderspielzeug an Bedürftige verteilt. Spenden könnt Ihr nach telefonischer Anmeldung vorbeibringen.

  • In den kalten Monaten könnt Ihr auch mit Lebensmittelspenden viel bewirken. Die könnt Ihr direkt in der Bahnhofsmission am Zoo abgeben. Falls Ihr im Verbrauchermarkt Ullrich am Bahnhof Zoo einkauft, könnt Ihr an der Kasse auch Lebensmittelgutscheine für die Bahnhofsmission kaufen. Die Helfer lösen die dann im Markt ein. Auch am Hauptbahnhof nimmt die Berliner Stadtmission Eure Spenden entgegen.

    Neben haltbaren Sachen wie Kaffee, Reis oder Milch ist immer auch Bedarf an frischen Sachen wie Obst und Joghurt. Im Wedding freut sich die Berliner Obdachlosenhilfe über Geld und Essensspenden. Auch Möbel, Computer, alte Brillen, CDs und DVDs braucht Ihr nicht wegschmeißen: unter dem Motto "Spenden statt Wegwerfen" listet die BSR konkret, welcher Organisation Ihr womit helfen könnt. Auch die kleinen Dinge zählen.

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