Der Rücken einer braungebrannten Person mit Sonnenhut am Meer. (Quelle: IMAGO | Shotshop)
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Gesund und schön - Der Sommer ist da und alle genießen die Sonne. Aber wie geht es eigentlich eurer Haut dabei? Wie ihr sie im Sommer am besten pflegt und vor allem schützt und was ihr besser nicht tun solltet, erfahrt ihr hier.

Wer zurzeit nicht in die Sonne geht, ist vermutlich entweder ein Vampir oder Radiomoderator:in in einem dunklen Studio. Leute, wenn sich da nicht gerade ein praller Sommer ankündigt, dann wissen wir auch nicht. Sonne im Gesicht, hach, schön! Wenn es nur gleichzeitig nicht so gefährlich wäre - Stichwort Hautkrebs.

Um die Haut vor Sonne zu schützen reicht doch Sonnencreme, oder?

Richtig. Aber nicht nur Sonnencreme allein. Grundsätzlich gilt: Meiden, kleiden, cremen. Ab wann ihr unbedingt Sonnenschutz auftragen solltet, weiß Dermatologin Dr. Yael Adler: "Täglich Sonnencreme im Gesicht zu verwenden, gilt immer ab einem UV-Index von 3. Den kann man in Apps oder online nachgucken. Denn ab diesem Wert sammelt man ohne Schutz schon einige Schäden ein und das betrifft ungefähr die Zeit zwischen Mitte März und Mitte Oktober."

Der UV-Index gibt an, wie hoch der UV-Wert am Tag maximal wird. Und je höher der ist, desto schneller bekommt ihr ungeschützt einen Sonnenbrand. Insgesamt solltet ihr sechs Teelöffel Sonnenschutz beziehungsweise 40 Gramm Sonnencreme für den ganzen Körper verwenden. Viel hilft also in dem Fall viel.

Was ist eigentlich mit der Sonnencreme aus dem letzten Jahr - kann die dieses Jahr noch genutzt werden?

Wenn wir Influencer:innen glauben dürfen, ist das ein absolutes No-Go und die Tuben sollten direkt alle in der Tonne landen. Das stimmt so aber nicht ganz, wie Dr. Yael Adler sagt: "Viele Sonnencremes kann man im Folgejahr schon benutzen, wenn sie noch gut aussehen, gut riechen, sich nicht entmischt haben. Aber es gibt da eine Ausnahme, und zwar Octocrylen: Das ist ein chemischer Filter, der in vielen Produkten enthalten ist. Der kann sich innerhalb eines Jahres zu Benzophenon abbauen. Und das ist giftig."

Also checkt unbedingt die Inhaltstoffe eurer Sonnencreme vom letzten Jahr! Ansonsten werft einfach einen Blick auf das Ablaufdatum.

Ok, Sonnenschutz - check. Aber wie sieht's generell mit der Hautpflege im Sommer aus. Muss dabei etwas anders gemacht werden als sonst?

Die Haut ist im Sommer durch Sonne, Hitze und Co. mega gestresst. Laut Dr. Yael Adler ist es also besser, die Pflege auf ein Minimum zu reduzieren. Eine sanfte Reinigung aus warmem Wasser und einem Handtuch, natürlich ohne Schrubben, und eine Feuchtigkeitspflege reichen völlig aus - selbst wenn ihr ein leichtes Make-Up oder Sonnencreme benutzt. Peelings sind grundsätzlich aber eher eine mittelmäßige Idee:

"Im Sommer sollte man auf chemische Peelings verzichten, denn das kann das Risiko für Pigmentstörungen erhöhen. Wenn überhaupt sollte man Peelings selber machen - aus Lebensmitteln wie Kaffeesatz, Kleie oder auch Heilerde.", empfielt Dermatologin Dr. Yael Adler. Außerdem hat die Haut einen Eigenschutz in Form einer Hornschicht. Die solltet ihr nicht kaputt machen. Also Finger weg von Peelings im Sommer.

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