Eine Frau hält sich eine Wärmflasche an den Bauch. (Quelle: IMAGO | Agefotostock)
Bild: IMAGO | Agefotostock

Mehr Aufklärung! - Endometriose - eine Krankheit, die durch den Unterleib spukt, höllische Schmerzen verursacht und trotzdem so wenig Aufmerksamkeit bekommt.

Eine von zehn Frauen lebt mit der Diagnose: Endometriose. Bis es zu der Diagnose kommt, vergehen bis zu zehn Jahre. Eine Zeit, in der sich die betroffenen Frauen mit Sätzen wie "Das ist ganz normal, stell dich nicht so an!" herumschlagen müssen.

Was sind die Symptome?

Starke, unregelmäßige Monatsblutungen, Bauch- und Rückenschmerzen, Übelkeit, Verdauungsprobleme und ungewollte Kinderlosigkeit - die Symptome einer Endometriose-Erkrankung sind vielseitig. Dazu kommt: Vor der Diagnose ist auch der psychische Leidensdruck enorm. Denn zusätzlich zu den Schmerzen, müssen sich betroffene Frauen oft lange für ihre Beschwerden rechtfertigen und Ärzt:innen überzeugen, dass es sich nicht "nur" um starke Menstruationsbeschwerden handelt.

Doch was ist Endometriose eigentlich?

Bei einer Endometriose siedelt sich gebärmutterähnliche Schleimhaut an verschiedenen Stellen im Körper an, entzündet sich und blutet zyklisch mit der Periode ab. Diese sogenannten Endometrioseherde treten meist an den Eierstöcken, dem Darm oder im Bauchfell auf, in selteneren Fällen sogar in der Lunge. Die Folge: starke Krämpfe, Kopfschmerzen, eine lahmgelegte Verdauung und oft auch ungewollte Kinderlosigkeit.

Aufgrund der vielen unterschiedlichen Symptome und Erscheinungsformen gilt die Krankheit als "Chamäleon" unter den gynäkologischen Krankheitsbildern und erschwert den Alltag der betroffenen Frauen enorm. Steht die Diagnose erstmal fest, bedeutet das für die Betroffenen meist ein psychisches Aufatmen. In vielen Fällen können dann Operationen Abhilfe verschaffen und die Beschwerden lindern. Doch die Verläufe der Erkrankung sind so individuell, wie ihr Erscheinungsbild und begleiten die erkrankten Frauen oft ein Leben lang.

Wie eine Betroffene damit umgeht

Laura hat ihre Endometriose "Kim" getauft, auch damit sie besser mit ihr schimpfen kann. Den Weg zu ihrer Diagnose und wie es ihr inzwischen damit geht, hört ihr hier:

Hier findet ihr Beratung und Unterstützung, falls ihr von Endometriose betroffen seid:

Kommentar

Hier kannst Du einen Kommentar verfassen.

Kommentar verfassen
noch 500 Zeichen
*Pflichtfelder

Fürs Kommentieren gibt's bei uns Regeln. Und die sind zum Einhalten da:Richtlinien für Kommentare

2 Kommentare

  1. 2.

    Liebe Lisa, danke für dein Feedback! Wir finden: das Thema "Endometriose" braucht auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit! Den Beitrag zu Depressionen kannst du hier nachhören: https://www.fritz.de/programm/aktuelle-themen/2021/03/tipps-gegen-schlechte-Laune-corona-depressionen-wohlbefinden.html

  2. 1.

    Danke für den Beitrag! Ich leide auch darunter. Ich würde mir wünschen, dass die (Männer-)Welt weiß, was viele Frauen durchmachen. Übrigens wo kann man den Beitrag über Depression von gestern hören?