Ein Mann und eine Frau sitzen neben ihrem Zelt in Campingstühlen am Lagerfeuer an einem See (Quelle: imago images/All Canada Photos)
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Interview - Mücken sind ne miese Plage! Ein paar Fritzen finden: Dieses Jahr sind die Stiche besonders übel. Doch für die heftigen Reaktionen kann es verschiedene Gründe geben.

Was gibt es Schlimmeres, als abends im Bett zu liegen und plötzlich ist es da, dieses Geräusch, das man auf keinen Fall hören möchte: ssssssss. Scheiße, eine Mücke! Einige Fritz*innen finden: Dieses Jahr sind die Stiche besonders riesig und vom Jucken wollen wir gar nicht erst anfangen...

Yael Adler ist Hautärztin in Berlin und verrät uns, warum unsere Haut manchmal so krass auf die Stiche reagiert und was wirklich dagegen hilft.

Mücken stehen auf Käsefuß-Aroma

Habt ihr euch schonmal gefragt, warum eure Freunde weniger von Mücken gestochen werden als ihr? Das liegt am Geruch. Wenn wir schwitzen, zersetzen Bakterien den Schweiß auf unserer Haut und es entstehen ganz unterschiedliche Geruchsbilder. Auf einige stehen Mücken mehr als andere. "Zum Beispiel sagt man, Moskitos in Tansania lieben Käsefuß-Aroma", sagt Yael Adler. Auch Duftstoffe in Parfüms, Waschmittel und Deos können die kleinen Biester anziehen. Eine Blutgruppe ist aber besonders arm dran: "Das süße Blut, also der richtige Opfergeruch, ist die Blutgruppe 0."

Gesunde Ernährung gegen Mückenstiche?

Sind die Mückenstiche denn dieses Jahr heftiger als letztes Jahr? "An sich ist diesen Sommer nichts anders als sonst, aber für starke Reaktionen kann’s viele Gründe geben", sagt Yael Adler.

Wenn wir von einer Mücke gestochen werden, werden wir nicht nur ausgesaugt, sondern die Mücke hinterlässt uns netterweise auch noch ein blutgerinnungshemmendes und betäubendes Sekret in der Stichwunde. So lieb! Durch dieses Sekret wird dann ordentlich Histamin freigesetzt, was wiederum für die schönen Quaddeln und den Juckreiz sorgt.

Was das Ganze mit gesunder Ernährung zu tun hat? Die Darmflora ist für den Abbau von Histamin zuständig. Und wenn die aus dem Gleichgewicht kommt, weil wir uns nicht ausgewogen ernähren oder weil wir Antibiotika nehmen mussten, kann das zu einer Histaminintoleranz führen: "Da sind alle Erkrankungen, die mit einer verstärkten Histaminausschüttung einhergehen, plötzlich schwerwiegender", erklärt die Hautärztin.

Alles auf Abwehr

Wie halten wir die Dinger also am besten fern? Yael Adler setzt auf Abwehrsprays: "Bis heute gibt es nichts wirksameres gegen Mücken, als die beiden nicht ganz so gesunden Stoffe DEET und Icaridin, die in diesen klassischen Antimückenmitteln enthalten sind. Die sind ganz leicht giftig."

Hat die Mücke sich doch Zugang zu unserem Blut verschafft, empfiehlt die Dermatologin sogenannte Hitzestifte aus der Apotheke. Die hält man für ein paar Sekunden auf den Stich und die Hitze zersetzt dann das Gift. Nimm das, du Mini-Vampir!

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1 Kommentar

  1. 1.

    Mücken sind voll ätzend vor allen Dingen wenn sie an um die Ohren rum summen, man versucht sie zu kriegen, erwischt sie nicht, und dann nuckeln sie noch an einem rum!!!