Die vier Hauptfiguren Ani, Jessica, Clay und Justin stehen beieinander und sehen erschrocken aus. (Quelle: David Moir/Netflix)
Bild: David Moir/Netflix

Staffel vier - Eine Staffel Langeweile bei "Tote Mädchen lügen nicht"

Mit 13 Kassetten und dem Selbstmord von Hanna Baker fing vor drei Jahren alles. Jetzt ist die neue Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" auf Netflix online. Anna Wollner, aus unserem Fritz Film- und Serienpodcast "Die Spoilsusen", hat die zehn Folgen schon durchgebinged und findet, dass sich seit der ersten Staffel einiges verändert hat. Nicht unbedingt zum Positiven.

Keine Staffel ohne Schockmomente

Werfen wir einen kleinen Blick zurück. Die erste Staffel bekam vor allen Dingen wegen der sehr drastischen Darstellung von Hannas Selbstmord viel Aufmerksamkeit. Eine Szene, die mittlerweile entfernt wurde. Danach konntet Ihr in der zweiten Staffel miterleben, wie sich alle in den Alltag zurückkämpften, Tyler als neuer Problemfall in den Fokus rückte und das Ganze mit einem potentiellen Amoklauf beim Schulball endete.

Die dritte Staffel war dann eine klassische Who-Dunnit-Geschichte, also ein Krimi mit der Frage, wer den Footballstar Bryce Walker getötet hat. Und auch in der vierten Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" geht es wieder ordentlich zur Sache. Inklusive Triggerwarnung.

Geheimnisse noch und nöcher

Diese wird im Zusammenhang mit einem potentiellen Amoklauf in der Highschool und einem Lock-Down eingeblendet. Natürlich stehen aber auch wieder die verschiedenen Schüler der Liberty Highschool und deren Weiterentwicklung im Fokus. Die haben nämlich alle ihre ganz eigenen Probleme. So leidet Hauptfigur Clay mittlerweile unter Wahnvorstellungen. Immer wieder sieht er Tote, die ihm Zeichen geben oder sich mit ihm unterhalten wollen. Zusätzlich lasten verschiedene Geheimnisse auf den Jugendlichen. Ganz besonders der vertuschte Mord aus der dritten Staffel. Das alles holt sie ein, denn sie werden erpresst und müssen um ihre Zukunft bangen.

Lohnt sich das Bingen?

Anna Wollner sagt "Nö". Sie empfindet die vierte und letzte Staffel von "Tote Mädchen lügen nicht" als zu ausufernd. Hier geht es nicht mehr länger nur um Teenagerprobleme. Themen wie Vergewaltigung, Selbstmord, Sexismus und Mobbing wurden am Anfang ernst genommen, jetzt wirkt alles sehr übertrieben und maximal aufgeblasen. Auch konnte sie sich von Staffel zu Staffel immer weniger mit den Hauptfiguren identifizieren, ihr Mitgefühl sank gen Null.

Es scheint fast so, als würde "Tote Mädchen lügen nicht" die schockierenden und kontroversen Elemente brauchen, um überhaupt noch Aufmerksamkeit zu bekommen. Schade, denn das hat die Serie eigentlich nicht verdient.

Ihr habt Lust auf noch mehr Serientipps oder auch Antitipps? Dann checkt gerne mal unseren FritzPodcast "Die Spoilsusen" aus. In der aktuellen Folge reden Anna und Selin unter anderem über die Horrorfilme, von denen sie Alpträume bekommen haben.

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