Eine Illustration einer weißen und einer schwarzen Hand, die sich vor einem gelben Hintergrund halten. (Quelle: Fritz)
Bild: Fritz

#blacklivesmatter - Nicht nur im Netz solidarisch: Was wir noch gegen Rassismus tun können

Der Tod des US-Amerikaners George Floyd, der im Mai Polizeigewalt zum Opfer fiel, hat weltweit eine Welle an Protesten und Demonstrationen ausgelöst. Nicht nur auf der anderen Seite des Ozeans, sondern auch hier, bei uns, in Europa, in Deutschland. Kein anderer Hashtag bestimmt die Social Media Kanäle aktuell so sehr wie #blacklivesmatter. Zusätzlich sorgte die Aktion "Black Out Tuesday", die ursprünglich von der Musikbranche ins Leben gerufen wurde, um sich mit der schwarzen Community zu solidarisieren, dafür, dass unsere Instagram-Feeds am 2. Juni schwarz waren. Beides sind Aktionen, die im Netz und in den sozialen Medien die Aufmerksamkeit auf den alltägllichen Rassismus gegen PoC (People of Color) lenken sollen.

Ein Graffiti mit dem Gesicht von George Floyd, daneben der Text "I can't breathe". (Quelle: imago images/Future Image)
Graffiti im Mauerpark. Bild: imago images/Future Image

Instagram-Reichweiten zu nutzen ist gut, ABER ...

Wir haben uns mit der Journalistin und Filmemacherin Poliana Baumgarten unterhalten. Sie ist selbst von Rassismus betroffen und hat sich beruflich viel mit dem Thema beschäftigt. Die aktuellen Proteste und Aktionen im Netz machen sie nicht nur wegen der vielen ignoranten Reaktionen wütend und traurig. "Ich finde es natürlich gut, wenn Leute ihre Reichweite auf Instagram nutzen, ihre Stimme erheben, sich solidarisieren und sich positionieren, aber man darf nicht vergessen, dass das nicht der erste Mord ist. So etwas passiert fast täglich, nicht nur in den USA, sondern überall wo schwarze Menschen leben, gibt es Polizeigewalt gegen schwarze Menschen, das ist einfach ein strukturelles Problem." 

Ein Foto von der Journalistin Poliana Baumgarten. (Quelle: Poliana Baumgarten)
Bild: Poliana Baumgarten

Ein Hype auf Instagram reicht nicht

Den Hype, sich auf Social Media unbedingt äußern zu müssen, schwarze Tafeln und Hashtags zu teilen, ohne sich mit dem Thema im Privaten und im Alltag wirklich auseinanderzusetzen, findet Poliana Baumgarten nicht ausreichend. Rassismus bekämpft man nicht ausschließlich online. Deswegen haben wir mit ihr ein paar Tipps gesammelt, wie wir alle gegen Allttagsrassismus vorgehen können.

Tipps gegen Alltagsrassismus

  • Sich informieren

  • Das eigene Verhalten hinterfragen & anpassen

  • Aktiv werden

Vier Jugendliche bei der Demo in Berlin. Sie halten Plakate mit "Black Lives Matter" hoch. (Quelle: Fritz)Demonstrierende bei der Silent Demo gegen Rassismus am 6. Juni auf dem Berliner Alexanderplatz.

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