Als Piktogramm dargestelltes Desinfektionsmittel und eine Hand (Foto: Ikon-Images | Imago)
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Startups - Kreative Auswege aus der Krise: Desinfektionsmittel statt Gin

In der Krise haben einige junge Berliner Unternehmen ihr Business komplett umgestellt.

Seit acht Wochen, gefühlt eine halbe Ewigkeit, sind viele von uns wegen der Corona-Pandemie im Home Office oder in Kurzarbeit. Jetzt im Mai hat es die ersten Lockerungen gegeben, mehr Geschäfte dürfen öffnen, die Wirtschaft wird wieder angekurbelt. Zumindest in der Theorie.

Denn was ist eigentlich mit den vielen kleinen Unternehmen und Start-Ups in Berlin seit Mitte März passiert? Wie gehen sie mit der Krise um? Und was bedeutet das ganze für ihr Business?

Eine Chance?

Gewinner der Krise sind sie vielleicht nicht, aber die "Deutsche Sprituosen Manufaktur" hat ihr Geschäft der Pandemie erfolgreich angepasst: Statt vorwiegend Gin, produzieren die Jungs und Mädels aus Marzahn jetzt Desinfektionsmittel.

Eigentlich verkaufen Geschäftsführer Tim Müller und sein Team ihre Spirituosen vor allem an Restaurants und Hotels. "Es ist so, dass einige Kunden ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen konnten", erzählt Tim. Und: Die Gastronomie darf erst jetzt und mit großen Einschränkungen wieder öffnen. Das hatte für einen heftigen Umsatzrückgang gesorgt. Was also mit dem reinen 96-prozentigen Ethanol in der Destellerie machen? Desinfektionsmittel herstellen und so den Laden erstmal über die Krise retten!

Produktionswerk geschlossen

Das kleine Start-Up "Grüneo" von Alicia Ferrer und Lena Müller kann hingegen nicht so einfach die Produktion umstellen. Die zwei Frauen verkaufen bei Grüneo Gärtner-Kits, mit denen Ihr Euch einen eigenen kleinen Garten zu Hause auf der Fensterbank ziehen könnt. Eigentlich wollten sie gerade so richtig an den Start gehen, doch nun hat ihre Produktionsstätte geschlossen - ohne Ware kein Umsatz.  

Kreativ werden in der Krise

Lena von Grüneo in ihrem Home-Office. (Quelle: Fritz)
Fritz

Lena, Mitgründerin von "Grüneo" und Tim, Geschäftsführer der "Deutsche Spirituosen Manufaktur", erzählen, wie sie während der Corona-Krise mit ihren Firmen klarkommen.

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Absagen über Absagen

"Dann vor dem Nichts zu stehen und nicht zu wissen, wie es weitergeht. Das war schon echt krass", sagt Marie Schmunkamp. Sie ist Inhaberin des "Atelier Nuno" und hat sicherlich bei ihrer Gründung vor ein paar Jahren nicht geplant, nur noch Mund-Nasen-Masken zu nähen. Doch so hält sie ihr Unternehmen gerade über Wasser. Normalerweise verkauft sie japanische Stoffe und handgefertigte Einzelstücke, vor allem auch auf Messen. Doch die wurden alle abgesagt.

Mit Absagen kennt sich auch Aileen Moeck aus: Mit dem Kollektiv ihrer gemeinnützigen Organisation "Die Zukunftsbauer" geht sie normalerweise an Schulen, um die Schüler dort auf ihre Zukunft und die Arbeitswelt vorzubereiten. Wann sie ihre "Mission" wieder aufnehmen kann, ist noch nicht klar.

Plötzlich vor dem Nichts

Marie Schmunkamp, Inhaberin des Atelier Nuno, sitzt vor einem Regal mit japanischen Stoffen (Quelle: Fritz)
Fritz

Auch Marie, Inhaberin des "Atelier Nuno", und Aileen von der Bildungsinitiative "Die Zukunftsbauer" trifft die Corona-Krise hart. Wie sieht ihre Zukunft aus?

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