Ein Mann mit Cap gibt einem Tiger, der seine Pranke auf seiner Schulter hat, die Milchflasche. (Quelle: Netflix)
Bild: Netflix

- "Tiger King"

Klammheimlich hat sich die neue Dokuserie auf Netflix zu einem viralen Hit gemausert, bei dem ein ungläubiges Kopfschütteln nicht ausbleibt. Es geht um Raubkatzen und Mord.

Damit hätte Netflix wohl nicht gerechnet. Fast aus dem Nichts hat sich eine siebenteilige Doku-Serie aus dem Programm des Streamingdienstes zu einem viralen Hit entwickelt. Laut Variety ist es die momentan am meisten gestreamte Serie in den USA: „Tiger King – Großkatzen und ihre Raubtiere". Anna Wollner, aus unserem Film- und Serienpodcast "Die Spoilsusen", hat die Serie für Euch ausgecheckt.

Unglaublich aber wahr

"Tiger King" ist kein Hochglanzstück - und genau das, macht die Serie so sehenswert: die Trashigkeit! Aktuell kommt es vielen von uns so vor, als würden wir, mit dem, was tagtäglich um uns herum passiert, in einem schlechten Film leben. Und dann schaut Ihr diese Serie, die einem auch irgendwie falsch vorkommt, und denkt: Krass, dass ist echt echt! Unglaublich! Denn die Story ist nicht geskriptet, sondern eine Dokumentation über Dinge, die echt passiert sind.

Joe Exotic posiert mit seinem Tiger vor der Kamera. (Quelle: Netflix)

Über Wildkatzen und Ehemänner

Aber von vorne. Es geht um den Tigerzoobesitzer Joe Exotic, Spitzname Tiger King, der mit über 200 Wildkatzen in Oklahoma lebt. Joe hat bereits einige Zähne verloren, trägt eine blondierte Redneckfrisur, Piercings und Tatoos am ganzen Körper. Nicht nur mit seinen Wildkatzen verbindet ihn ein inniges Verhältnis, sondern auch mit seinen zwei Ehemännern, die er mit Drogen gefügig macht. Ach, und dann ist er natürlich auch noch ein Waffennarr und wird im Laufe der Serie fürs amerikanische Präsidentenamt kandidieren. Ist klar.

Tiger fressen Mordopfer

Es geht also um unartgerechte Tierhaltung, Drogen, Waffenbesitz, um das Überleben des Zoos, Fehden mit anderen Tigerbesitzern, einen Auftragsmord und den Verdacht Joe Exotics größte Konkurrentin und Kritikerin Caroline Baskin habe einen ihrer Ehemänner durch den Fleischwolf gedreht und an ihre Tiger verfüttert. Ihr sehr also: diese Serie ist verrückt! So viele "What the Fuck“-Momente, Twists und Enthüllungen kann sich niemand ausdenken! Exotic selbst sitzt übrigens seit Januar im Gefägnis. Verurteilt zu 22 Jahren Haft, weil er mehrfach jemanden anheuerte Caroline Baskin umzubringen.

Alle sieben Folgen "Tiger King“ gibt es auf Netflix, weitere Film- und Serientipps in unserem FritzPodcast "Die Spoilsusen". Und jetzt: Husch, husch ins Körbchen, Tiger. 

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