Zwei Münzstapel auf einem Symbol für Frau und Mann (Foto: imago/Steinach)
Bild: imago/Steinach

- Weniger Lohn für gleiche Arbeit

Im Durchschnitt verdienen Frauen 21 Prozent weniger als Männer. Darauf macht der Equal Pay Day am 17. März aufmerksam. Bis zu diesem Tag arbeiten Frauen in Deutschland quasi umsonst.

Liebe Frauen, wusstet Ihr, dass Ihr in diesem Jahr schon 77 Tage für lau gearbeitet habt? Während Eure männlichen Kollegen dafür bezahlt wurden? Auf diesen fiesen Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern macht das Aktionsbündnis Equal Pay Day aufmerksam. Schaut man sich den Bruttolohn an, bekommen Frauen im Schnitt 4,44 Euro weniger pro Stunde für ihre Arbeit als Männer.

Als Gender Pay Gap oder geschlechtsspezifische Lohnlücke wird die prozentuale Differenz zwischen Männer- und Frauenlohn im Verhältnis zum Männerlohn bezeichnet (mehr dazu weiter unten). In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl nur sehr langsam verringert. Damit bleiben wir Schlusslicht im europäischen Vergleich. Nur in Estland und der Tschechischen Republik ist die Lücke noch größer.

Der Gender Pay Gap fällt in Ostdeutschland übrigens viel geringer aus als in Westdeutschland. Im Westen ist der unbereinigte Gender Pay Gap im Jahr 2019 um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent gesunken, während er im Osten mit 7 Prozent unverändert geblieben ist.

  • Bereinigter vs. unbereinigter Gender Pay Gap

  • Was verdienen eigentlich die Kollegen?

  • "Männerberuf" vs. "Frauenberuf"

  • Die Sache mit den Führungspositionen

Frauen: Habt keine Angst, mehr Geld zu verlangen!

Jetzt fragt Ihr Euch sicher: Woran liegt es, dass Frauen in Sachen Gehalt immer noch benachteiligt werden? Und viel wochtiger noch: Was könnt Ihr als Frauen tun, um mehr Geld zu bekommen? 

Studien haben gezeigt, dass Frauen leider oft einfach schlechter um Geld verhandeln als Männer. Sie sind eher defensiv, während Männer selbstbewusster auftreten. Da gibt es aber zum Glück Strategien, die man lernen kann. Gute Vorbereitung ist alles, denn so geht Ihr souverän in das Gespräch. Hier kommen unsere Tipps für Euch!

Mit 5 Fragen zu mehr Gehalt

Warum seid Ihr mehr wert? 

Macht Euch klar, was Ihr könnt und leistet. Recherchiert in Gehaltsdatenbanken, um Euch einstufen zu können. 

Warum möchtet Ihr mehr Geld?

Was würdet Ihr mit dem Geld machen? Reflektiert Eure Träume, Wünsche und Bedürfnisse und die Kosten der Realisierung.

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Wie geht Ihr mit K.o.-Argumenten in der Verhandlung um?

Findet Gründe für mehr Gehalt, sammelt aber auch Gegenargumente, um vorbereitet zu sein. Hört aktiv zu, beobachtet und stellt Fragen.

Wie geht Ihr mutiger in die Verhandlung?

Bereitet Euch auf das Gespräch vor. Lernt Frage- und Einwandtechniken und übt diese. Wenn es nicht gleich klappt, dann macht direkt einen Termin für ein weiteres Gespräch.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hey Aaron, wir sind super offen für Kritik. Jedoch irrst Du Dich da: 21% ist der unbereinigte Gender Pay Gap - alle Berufe verglichen, alle Branchen usw. Soll heißen: Frauen verdienen verglichen mit Männern durchschnittlich 21% weniger. 6% ist der bereinigte Gender Pay Gap - also Kollegin bekommt für denselben Job weniger als der Kollege.

  2. 1.

    Den Unterschied von 6% möchte ich nicht leugnen, aber das Stundenlang und wahrscheinlich noch den ganzen Tag immer und immer wieder auf dem Sender berichtet wird, dass es 21% wären, ist eine Verdrehung der Tatsachen, frei nach dem Motto, wenn man es nur häufig genug sagt, glauben die Frauen es und dann gehen sie dagegen vor. Bis sie dann merken, dass Tarifverträge gar nicht zwischen Männern und Frauen unterscheiden und sie doch gleich viel verdienen.

    Typisch Fritz, leider