Eine Szene aus dem Spiel "Through the Darkest of Times". Eine Person steht in der Dunkelheit, während eine andere im Hintergrund "Hitler ist Krieg!" mit roter Farbe an die Wand pinselt. (Quelle: Paintbucket)
Bild: Paintbucket

- "Through the Darkest of Times"

Das Spiel, das vor zwei Jahren groß in den Medien war, weil es als erstes Game verfassungsfeindliche Symbole zeigt, ist draußen. Wir haben es getestet. 

"Through the Darkest of Times" ("Durch die dunkelste Zeit") ist ein historisches Strategiespiel über den Widerstand gegen den Nationalsozialismus während des Dritten Reichs in Berlin. Es wurde von einem kleinen Indie-Studio in Berlin entwickelt und ist das erste Spiel in dem verfassungsfeindliche Symbole wie Hakenkreuze oder der Hitlergroß gezeigt werden - aber keinesfalls verherrlichend. 

Widerstand in der NS-Zeit

In dem Spiel leitet Ihr von 1933 bis 1945 eine Widerstandsgruppe in Berlin. Das Ganze funktioniert sehr strategisch: Am Anfang seid Ihr quasi allein und müsst Unterstützerinnen und Unterstützer finden. Ihr seht Berlin als eine gezeichnete Karte. Auf der stehen Missionen, die bei Erfolg eine Belohnung geben. Ihr könnt beispielsweise neue Charaktere finden, die Euch bei weiteren Missionen helfen.

Ihr habt aber natürlich auch immer das Risiko, entdeckt zu werden - was dann harte Konsequenzen haben kann. Außerdem werden immer wieder Geschichten erzählt. Zum Beispiel von Nachbarn oder Verwandten Eurer Charaktere.  

Wie eine düstere Graphic Novel

Eure Hauptaufgabe im Spiel ist es, von der Machtergreifung bis zum Kriegsende zu überleben - den Krieg beenden könnt Ihr nicht.

Im Spiel sind Hakenkreuze und andere verfassungsfeindliche Symbole zu sehen. Aber das Ganze fügt sich sehr in den visuellen Stil des Spiels ein - ein Stil, den die Nazis wahrscheinlich verboten hätten. Alles ist sehr düster und die Charaktere haben sehr ausdrucksstarke Augen. Die Gestaltung erinnert an eine düstere Graphic Novel.

Ein Spiel, das berührt

Ihr solltet hier nicht das große Strategie-Epos erwarten. Es gibt Ansätze, aber beim Durchspielen wusste FritzGamechecker Bene Wenck oft nicht, wie er am besten weitermachen oder gewisse Ziele erreichen kann. Aber das soll nicht heißen, dass dieses Spiel schlecht ist.

Bene hat es extrem berührt. Das Spiel erzählt sehr viele kleine Geschichten, die die Entwickler recherchiert haben und auf keinen Fall in Vergessenheit geraten sollten. Dazu leistet dieses Spiel einen wichtigen Beitrag. Eine absolute Empfehlung.

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