Eine Bärenfigur mit Großbritannienflagge auf dem Shirt guckt grummelig und steht in Wolkennebel. (Quelle: Fritz, Colourbox)
Bild: Fritz, Colourbox

- "Zero fucks left to give"

Ein Waliser äußert sich zum Brexit

Paul kommt ursprünglich aus Wales. 2012 ist er nach Berlin gezogen und bereut diese Entscheidung nicht. Vom Vereinigten Königreich und dem Brexit-Hick-Hack hat er die Nase voll.

Ein Kommentar von Paul:

Hallo, mein Name ist Paul, ich lebe seit 2012 in Berlin und bin leider Brite.
Ihr wolltet meine Meinung über den Brexit, den 31. Januar, meinen Job, und meine Rechte wissen, also hier ist sie:

Eigentlich ist meine derzeitige Stimmung vielleicht überraschend für euch, nicht Resignation, sondern eher Gleichgültigkeit. Es ist mir einfach nicht mehr wichtig. Ich fühle mich abgekoppelt von meiner Heimat.

Es mag seltsam klingen, allerdings ist Deutschland heute für mich ein Zuhause.
Ich habe einen dauerhaften Wohnsitz in Deutschland erhalten, so dass ich dem Mülltonnenfeuer aus der Sicherheit zusehen kann.
Für mich ändert sich nichts. Die deutsche Regierung hat mir das Recht auf Arbeit, auf Gesundheitsfürsorge, auf eine Rente und auf ein Weiterbestehen in ihrem Land gesichert, wofür ich ihr immer dankbar sein werde.

Der nächste Schritt ist, deutscher Staatsbürger zu werden. Das hat den zusätzlichen Vorteil, dass ich endlich nicht mehr ein Untertan der Königskrone bin.
Für mich und für viele andere Briten ist der 31. Januar nur ein Datum, nicht mehr und nicht weniger.

UK kann tun, was es will, ich habe keine Energie mehr.
Oder, um ein Zitat aus meiner Sprache zu verwenden: "I have zero fucks left to give."

Aber was ändert sich durch den Brexit für Euch überhaupt? Das haben wir auf dieser Seite zusammengefasst. 

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