Ein Bund bunter Strohhalme in Nahaufnahme (Foto: imago/Chromorange)
Bild: imago/Chromorange

- Weniger Plastik im Alltag

Mit ein paar kleinen Tricks könnt Ihr Euer Leben schon deutlich plastikfreier gestalten! Wir zeigen sie Euch.

Wissenschaftler haben Mikroplastik im Menschen nachgewiesen und damit einen neuen Tiefpunkt entdeckt, was die Verschmutzung der Erde durch Plastik angeht. Eine Reaktion von Politik und Gesellschaft sind dringend notwendig.

Wir haben für Euch schon mal eine Liste von Situationen und Produkten zusammengestellt, mit denen Ihr anfangen könnt, an Plastik zu sparen. Schließlich ist jeder noch so kleine Schritt ein Schritt in die richtige Richtung.

Spart Plastik!

  • Vor dem Kauf solltet Ihr checken, in wie viel Plastik die Ware verpackt ist. So werden etwa Gummibärchen in vielen kleinen Einzelverpackungen in einer großen Tüte angeboten - total unnötig! Auch von Convenience-Produkten wie in Plastik eingeschweißten, bereits geschälten Karotten solltet Ihr der Umwelt zuliebe die Finger lassen. In immer mehr deutschen Städten gibt es Geschäfte, die Waren ganz ohne Verpackung verkaufen. Dort könnt Ihr etwa Nüsse, Nudeln oder Müsli in mitgebrachte Gefäße abpacken. In Berlin bieten das beispielsweise Original Unverpackt (Wiener Straße 16, Kreuzberg) und BioSphäre (Weserstraße 212, Neukölln) an.

  • Heute gibt es Stoffbeutel in stylishen Designs. Sie sind aber nicht nur schick, sondern auch sehr praktisch. Wer immer einen eigenen Beutel dabei hat oder den Einkauf in den Rucksack packt, braucht keine Plastiktüte. Stofftaschen könnt Ihr auch in vielen Supermärkten kaufen. Immer noch besser als das Plastikmodell sind Papiertüten aus Recyclingmaterial, die Ihr anschließend zum Beispiel Zuhause zum Sammeln von Papiermüll verwenden könnt.

  • Klar ist es nett, dass Firmen darauf achten, unsere neu erworbenen Schätze möglichst unbeschadet ankommen. Einige meinen es dann aber doch zu gut, etwa wenn auf ein Paket 20 Prozent Buch, 80 Prozent Plastik-Polsterung und noch der Karton kommt. Wer weniger im Netz kauft, verbraucht auch weniger Verpackung. Das gilt für Bücher, Haushaltswaren, Technik und Klamotten, genauso wie für Essen. Also: Häufiger einfach mal rausgehen und dort Besorgungen machen!

  • Bei einem Barbecue oder einer WG-Party fällt schnell viel Müll an: Mit Bechern und Geschirr aus Plastik muss am nächsten Tag auch keiner spülen. Dafür wandert aber eine Menge Müll in die Tonne. Alternativ könnt Ihr Gläser und Geschirr mieten - die anschließende Reinigung übernehmen dann die Anbieter.

  • In unseren Badezimmern steht super viel Plastikmüll, der sich größtenteils relativ einfach vermeiden lässt: Statt Flüssigseife, Duschgel oder Shampoo könnt Ihr zum Beispiel feste Stückseife benutzen. Außerdem könnt Ihr zur Holzzahnbürste aus Bambus oder ähnlichem greifen, welche bis auf die Borsten komplett kompostierbar sind.

    Statt Tampons gibt es für Frauen mittlerweile Menstruationstassen, die oft sogar praktischer sind oder Stoffwindeln für Babys, die man waschen kann. Ein Großteil macht aber auch das Mikroplastik in Kosmetika aus: "Polyethylen" oder "Polyamid" zum Beispiel landen im Wasser und durch Fisch, den wir essen, später wieder auf unserem Teller.    

  • Viele Milchprodukte gibt es auch im Glas zu kaufen. Schmeckt besser, ist wiederverschließbar und auch noch gut für die Umwelt. Gleiches gilt übrigens auch für Getränkeflaschen. Wer keine Lust auf Schleppen hat, kann in puncto Wasser auch Trinkwassersprudler verwenden.

  • Rund 400 Tonnen Aluminium- und Plastikmüll produzieren die Deutschen jährlich durch Kaffeekapseln, Tendenz steigend. Umweltbewusste Kaffeetrinker setzen da lieber auf andere Methoden wie eine French Press oder Filterkaffee, bei denen kein Plastikmüll entsteht. Für den Kaffee unterwegs ist der To-Go-Becher natürlich praktisch. In New York sind die Wegwerfbecher bereits seit einem Jahr verboten. Laut Stiftung Naturschutz sorgen in Berlin 170 Millionen Einwegbecher pro Jahr für 2.400 Tonnen Müll. Das lässt sich ganz einfach mit einem mitgebrachten Thermobecher verhindern, in den Ihr das Getränk direkt abfüllen lasst. Dadurch bleibt es sogar noch länger warm.

  • Viele Produkte lassen sich selbst herstellen und sind dann oft noch günstiger als die Ware aus dem Laden. So könnt Ihr zum Beispiel übriggebliebenes Gemüse zu Brotaufstrich oder Obst zu Marmelade verarbeiten. Auf vielen Blogs findet Ihr Anleitungen für selbstgemachte Kosmetikprodukte wie Shampoo, Haarspülung und Deo oder für Reinigungsmittel aus Essig, Zitronensaft und anderen umweltschonenden Zutaten.

Die fünf R's für den nachhaltigen Konsum

Für den Plastikverzicht und generell ein nachhaltigeres Leben empfiehlt die Bloggerin Susanne Neumer: Haltet Euch an die 5-R-Regel! Die fünf Rs stehen für refuse, reduce, reuse, recycle und rott. Das heißt übersetzt: vermeiden, reduzieren, wiederverwerten, recyceln, kompostieren.

Einige Tipps, wie Ihr Müll vermeiden und reduzieren könnt, haben wir Euch bereits gegeben. Reparieren ist oft erstaunlich günstiger als der Neukauf, etwa bei Kleidung oder Haushaltsgeräten. Recycling bedeutet: altes Zeugs, das für Euch ausgedient hat, zur Wertstoffsammlung geben. Und zu guter Letzt das Kompostieren: Im besten Fall sind das Bioabfälle und die gehören auf den Komposthaufen oder in die Biotonne. So kann daraus Dünger entstehen.

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3 Kommentare

  1. 3.

    Nochmal ich.und sowas wie Ü-Ei für die Kids hasse ich.soviel Müll für wenig Spaß. Ich habe auch immer mein To-Go Besteck bei(Messer/Gabel/Löffel in der Dose entsprechend dafür).Nun habe ich mir Britta gekauft,um mir mein Wasser immer in meine Flasche zu füllen und auf Plasteflaschen zu verzichten(habe trotzdem noch welche im haus,aber extrem reduziert)Am Wochenende haben wir aussortiert und das bringe ich heute in einen Gemeinnützigen Laden. Um es nicht einfach wegzuhauen,obwohl es gut ist.Lg

  2. 2.

    ich kaufe grundsätzlich kein Gemüse und Obst in Verpackungen, das kommt alles lose in meinen Korb.wenn man wurst beim Fleischer kauft,dann verzichte ich auf allen unnötigen plastekram und verwende meinen eigenen Beutel.Jetzt gibt es auch bei uns in der Umgebung die Möglichkeit seine eigenen Dosen mitzubringen. Beim Einkaufen/shoppen habe ich immer Jute bei. Die Dreckwäsche meines Sohnes in der Kita kommt auch in einen Jute.Die Erzieher verwenden sonst nur plastebeutel,das kann mansichsparen.

  3. 1.

    Wir sind ein 5 Personen-Haushalt. Wir haben uns seit längerem überlegt wie wir Plastik einsparen. Da wir eine verantwortkng unseren Kindern gegenüber haben. Zum Beispiel wenn man sich überlegt wieviel Pladtikzahnbürsten es doch auf der welt geben muss die regelmässig verworfen werden.Wir benutzen Zahnbürsten aus Bambusholz. Oder DUSCHSEIFE als Klassisches Stück Seife. Gibta auch für Haare. Ist ganz toll. IM Bad allein wird soviel Plastik angesammelt. Lg