FritzReporterin Jule Kaden liegt in einer Badewonne voller animierter Tampons (Quelle: Fritz)
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- Nachhaltig menstruieren?

Zwischen zehn bis siebzehntausend Tampons, Binden und Slipeinlagen verbraucht eine Frau in ihrem Leben. Ganz schön viel Müll. Wir haben Alternativen für Euch getestet.

Siebzig Prozent der Frauen verwenden Tampons und etwas weniger als die Hälfte Binden. Und das obwohl immer wieder Pestizide oder andere Stoffe, die nichts darin zu suchen haben, in Tampons gefunden worden sind. Das wurde in den letzten Jahren zum Glück besser, aber die Materialen werden zum Teil immer noch gebleicht. Und die synthetischen Stoffe im Tampon selbst oder der Verpackung, wie Plastik, werden auf Erdölbasis hergestellt und sind somit biologisch nicht abbaubar.

Wenn Frauen mit circa 50 Jahren in die Menopause kommen, könnten sie mit ihren bis dato verbrauchten Tampons und Co. eine ganze Badewanne füllen. Was für ein Müll!

Nachhaltige Alternativen

Deswegen hat sich FritzReporterin Jule Kaden auf die Suche nach Alternativen gemacht. Mittlerweile gibt es nämlich so einige Anbieter für nachhaltige Damenhygieneprodukte. Um besser vergleichen zu können, hat Jule deshalb bei jedem Produkt zwei Marken getestet. Denn Mensturationshöschen ist nicht gleich Menstruationshöschen...

Der Test im Überblick

  • Menstruationsunterwäsche

  • Waschbare Slipeinlagen/Binden

  • Menstruationstassen

Kein Bock auf Hype?

Falls Euch das alles zu viel ist und Ihr denkt: "Wer braucht diesen ganzen Hypekram, ich bleib bei meinen Tampons" - dann schaut doch mal, ob Ihr vielleicht zukünftig auf Tampons und Binden aus zertifizierter Biobaumwolle umsteigen mögt. Ein extra Sternchen gibt es, wenn die Folie wenigstens aus Maisstärke gewonnen wird und die Box aus recyceltem Papier besteht. Das Berliner Unternehmen Einhorn oder Female Company achten zum Beispiel da drauf.

Außerdem setzen sich die meisten Anbieter von nachhaltigen Tampons und Binden auch für eine nachhaltige Produktionskette ein. Die Umwelt und auch Eure Vagina werden sich freuen. Double-Win sozusagen.

Produktshot von Menstruationspants, Menstruationscups und waschbaren Binden (Quelle: Max Schubert/Fritz)

*Im Vergleich mit den hier getesteten anderen nachhaltigen Produkten. Beim Thema Nachhaltigkeit im Vergleich zu Einwegprodukten würden theoretisch alle getesteten Produkte eine volle Punktzahl bekommen.

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2 Kommentare

  1. 1.

    Ich finde diesen "Hype" eigentlich ganz toll, endlich werden sinnvolle Alternativen entwickelt und angeboten. Mit der Menstruationstasse kommt nicht jede Frau zurecht, das ist bei mir auch so. Ich nutze bereits die Menstruationsunterwäsche von femtis und finde die super angenehm.