Felix Kummer von der Band Kraftklub steht mit Fritz-Moderator Daniel Claus in einem Berliner Hinterhof. (Quelle: Fritz/Lilly Extra)
Bild: Fritz/Lilly Extra

- Felix Kummer wird persönlich

Mit seiner Band Kraftklub füllt Felix Kummer riesige Konzerthallen. Als "Kummer" ist er jetzt auch solo unterwegs und eröffnet im Oktober einen besonderen Plattenladen.

Einige kennen ihn als Sänger der Band Krafklub. Nun macht Felix Brummer, der eigentlich Felix Kummer heißt, auch solo Musik. "9010" heißt seine erste Single. Am 11. Oktober kommt die Platte "Kiox" raus. Die Idee dazu hat er schon seit einer ganzen Weile.

Felix: "Ja, da hat lange was in mir geschlummert. Es ist tatsächlich ein wenig persönlicher, etwas biografischer, wie man in der ersten Single hört. Während man bei Kraftklub eher in eine Art Rollen-Prosa gegangen ist, wo man aus der Sicht von Figuren schreibt. Hier hab ich autobiografisch Sachen verarbeitet."

Rückhalt von der Band

Von seinen Kraftklub-Jungs bekommt Felix den Rücken gestärkt. Trotzdem war er ziemlich aufgeregt, als er der Band im Tourbus zum ersten Mal von seinen Solo-Plänen erzählt hat. Aber dann haben sich alle für ihn gefreut.

Hassliebe Chemnitz

In seinem ersten Song "9010" beschreibt er unter anderem sein Verhältnis zu seiner Heimatstadt Chemnitz - eine Art Hassliebe.

Felix: "Ich war immer Leuten skeptisch gegenüber, die eine uneingeschränkte Heimatliebe vor sich hergetragen haben. Das fand ich immer ein bisschen seltsam. Der Song handelt davon, wie wir aufgewachsen sind. Ich hatte keine unglückliche Kindheit, aber es gab halt auch diese Passagen im Aufwachsen. Jetzt wird es wieder aktuell, weil es wieder im Scheinwerferlicht ist, seit letztem Jahr. Aber das war ja nie weg. Anfang der 90er war es noch schlimmer."

Solidarität zeigen

Felix betont aber auch, dass natürlich nicht alle Chemnitzer zum braunen Mob gehören.

Felix: "Ich weiß, wie das rüberkommt von außen gesehen. Dass man denkt, in Chemnitz laufen nur Mutanten durch die Gegend, die sich gegenseitig auf die Fresse hauen. So ist es ja nicht wirklich und so war es auch vorher nicht.

Dieses "Wir sind mehr Konzert" und auch "Kosmos Chemnitz", damit verändert man nicht wirklich was. Das sind halt eher Solidaritäts-Moves für die ganzen Menschen, die da sind. Und die auch immer noch da sind, wenn die ganzen Kamera-Teams weg sind am nächsten Tag."

Ein besonderer Plattenladen

Vom elften bis 13. Oktober wird es in Chemnitz einen Pop-Up-Plattenladen geben, in dem es nur eine einzige Platte zu kaufen gibt und zwar "Kiox" von Kummer.

Felix: "Ich war immer ein bisschen überfordert, wenn man im Internet durch die ganzen Angebotsseiten durchscrollt. Das ist einfach zu viel. Ich wollte es ein bisschen kleiner halten. Jetzt habe ich einen sehr gut sortierten Plattenladen. Die Kraftklub-Jungs haben auch geholfen und angepackt."

Wie Felix verraten hat, wird er sich in seinem Plattenladen nicht nur als Verkäufer, sondern auch mit einem Mikrofon ausleben.

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