Ein Mädchen fährt auf einem E-Roller über die Straße. Sie trägt eine Jeansjacke, Leggins,Turnschuhe und einen Helm. Im Hintergrund sieht man parkende Autos. (Bild: Roland Weihrauch/dpa)
Bild: dpa/Roland Weihrauch

- Der E-Scooter-Check

Sie sind schnell und leicht zu bedienen. In Berlin habt Ihr zur Zeit die Wahl zwischen vier verschiedenen E-Scooter-Anbietern. Wir haben sie für Euch verglichen!

Manche von Euch finden E-Scooter unfassbar peinlich und werden ganz sicher nicht Ihre Füße auf so ein Gerät setzen. Andere feiern die zwei Räder und können sich nichts Besseres vorstellen, als lässig am stockenden Verkehr vorbeizurollern.

Aktuell könnt Ihr in Berlin zwischen vier E-Roller-Anbietern wählen. Damit Ihr da den Überblick behaltet, haben wir mal gecheckt, wie sich diese unterscheiden.

Vier E-Scooter im FritzCheck

  • Info: Circ hieß früher mal Flash und wurde im November 2018 in Berlin gegründet. Wenn Ihr mindestens 18 Jahre alt seid, dann könnt Ihr die Roller in der Berliner Innenstadt ausleihen und wieder abstellen. Bei voller Batterieladung sind bis zu 45 Kilometer Fahrt drin. Über die App des Anbieters findet Ihr die geparkten Scooter und könnt sie per QR-Code am Lenkrad entsperren. Außerdem sind in der App Eure vergangenen Fahrten aufgelistet und es ist sogar möglich einen Scooter zu reservieren.

    Registrierung: Die Anmeldung funktioniert über die kostenlose App. Gebt dort einfach Eure Handynummer an und dann bekommt Ihr einen sechsstelligen Code. Danach wird nach Eurer E-mail-Adresse und Eurem Namen gefragt und Ihr müsst auch Eure Kreditkarten-Daten oder Euren Paypal-Zugangsdaten eintippen.

    Preis: Um den Roller zu entsperren, zahlt Ihr eine Grundgebühr von einem Euro. Dann kostet jede angefangene Minute 15 Cent.

    Ausstattung: Echt komfortable Features! Es gibt am Lenker eine Halterung für Euer Smartphone, sodass Ihr Euch zum Beispiel ganz einfach durch Berlin navigieren könnt. Eure Mate könnt Ihr lässig in einem Getränkehalter abstellen. Die zwei Bremsen sind am Lenker montiert. Was leider fehlt, ist eine Geschwindigkeitsanzeige.

    Ein E-Roller des Anbieters Circ ist auf dem Foto abgebildet. Er ist Orange und am Lenker hängt ein schwarzer Helm. Im Hintergrund sieht man verschwommen eine Person (Quelle: picture alliance/Roland Weihrauch/dpa)
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  • Info: Lime hat die größte Anzahl an E-Scootern in Berlin. Das Unternehmen wurde im Januar 2017 in den USA gegründet. Um mit einem Lime-Roller unterwegs zu sein, müsst Ihr Euren 18. Geburtstag hinter Euch haben. Über die App könnt Ihr die Roller in Eurer Nähe finden, den Ladestand sehen und den Roller für fünfzehn Minuten reservieren. Mit dem Eingeben eines Codes an der Lenkstange des Rollers funktioniert die Entsperrung. In der App gibt es auch einen Kalorien-Zähler. Außerdem könnt Ihr Euch als so genannter "Juicer" Geld dazuverdienen. Das heißt, Ihr ladet für Bares die Scooter auf.

    Registrierung: Auch hier funktioniert die Anmeldung über eine kostenlose App. Nach dem Eingeben Eurer Handynummer, bekommt Ihr einen vierstelligen Code. Dann wird noch Eure E-mail-Adresse verlangt und Ihr müsst einem Verhaltens-Codex zustimmen.  

    Preis: Als Grundgebühr zahlt Ihr einen Euro. Anschließend kostet jede angefangene Minute 20 Cent.

    Ausstattung: Es gibt keine fancy Ausstattung am Roller, also keinen Smartphone-Halter oder Ladebuchsen. Die E-Roller sind außerdem eher schwer und haben eine Masse von fast 20 Kilogramm. Die zweite Bremse ist am Hinterrad angebracht und nicht am Lenker. Dafür gibt es am Lime-Scooter einen Tacho und Ihr seht Eure Geschwindigkeit. Über die App könnt Ihr auch einen Ton am E-Roller auslösen, falls Ihr ihn nicht sofort auf dem Parkplatz findet.

    Auf dem Foto ist der untere Teil eines E-Rollers des Anbieters Lime abgebildert. Darauf fährt eine Person in Jeans und mit schwazen Turnschuhen. (Bild: picture alliance/dpa Themendienst/Robert Guenther)
    picture alliance/dpa Themendienst/Robert Guenther
  • Info: Gegründet hat sich dieses Unternehmen im Oktober 2018 in Berlin. Unter 18 Jahren könnt Ihr Euch keinen E-Scooter ausleihen. Ihr entsperrt den Roller per App durch einen Scan oder einen Button.

    Registrierung: Für die Anmeldung braucht Ihr die kostenlose App des Anbieters. Nachdem Ihr Eure Handynummer eingegeben habt, bekommt Ihr eine SMS mit einem Zugangscode. In der App müsst Ihr Eure Kreditkarten-Daten oder die PayPal-Daten hinterlegen.

    Preis: Die Grundgebühr zur Aktivierung ist ein Euro. Danach kostet jede angefangene Minute 15 Cent.

    Ausstattung: Die Roller kommen auf eine Reichweite von etwa 30 Kilometer und Ihr rast mit bis zu 20 km/h durch die Berliner Straßen. Die Scooter haben zwei Handbremsen, eine für das Hinter- und eine für das Vorderrad. Außerdem gibt es noch eine Fußbremse und einen ausklappbaren Seitenständer. Die Scooter haben einen Tacho. In der App fehlt leider die Anzeige vergangener Fahrten und es gibt keine Smartphone-Halterung. Dafür könnt Ihr über die App einen Ton am E-Scooter auslösen, damit Ihr ihn einfacher findet.

    Ein Mann schiebt einen E-Roller des Anbieters "Tier". Am Lenkrad baumelt ein schwarzer Helm. Der Mann trägt Jeans und einen blauen Pullover. (Quelle: picture alliance dpa Themendienst/Robert Guenther)
    picture alliance dpa Themendienst/Robert Guenther
  • Info: Aus Schweden kommt dieser Anbieter, wurde im August 2018 gegründet. Um einen VOI-Roller in Berlin oder Potsdam zu mieten, müsst Ihr mindestens 18 Jahre alt sein. Die App zeigt die Scooter in Eurer Nähe und den Akku-Ladestand. Die Roller kann man nicht reservieren und die maximale Reichweite ist wie bei Circ ganze 45 Kilometer pro Akku-Ladung. Als VOI-Hunter könnt Ihr Euch mit eigenständigem Roller-Aufladen Geld dazuverdienen.

    Registrierung: Auch hier müsst Ihr vor dem Start eine kostenlose App downloaden und Eure Mail-Adresse angeben. Nach dem Bestätigen einiger Verhaltens-Regeln und dem Eingeben der Zahlungsmethode kann es losgehen.

    Preis: Wie bei allen E-Scootern gibt es eine Grundgebühr von einem Euro. Dann werden pro Minute 15 Cent fällig.

    Ausstattung: Die Handbremse ist andersherum als bei Fahrradlenkern angebracht. Die E-Scooter wiegen rund 12,5 Kilogramm und wie bei den Lime-Rollern ist die zweite Bremse am Hinterrad angebracht.

    Einige E-Roller des Anbieters VOI stehen auf einem Fußweg geparkt. (Quelle: picture alliance/NurPhoto/Nicolas Liponne)
    picture alliance/NurPhoto/Nicolas Liponne

Fazit

Alle vier E-Roller-Anbieter ähneln sich sehr. Zum Ausleihen müsst Ihr bereits 18 Jahre alt sein und Euch die passende App downloaden. Ausleih-und Abstellorte sind vor allem in der Berliner Innenstadt. Manche E-Roller-Anbieter erweitern ihr Gebiet jedoch.

Ein paar kleine Unterschiede gibt es natürlich. Da fangen wir mal mit dem Preis an. Lime ist mit 20 Cent die Minute der teuerste unter den vier Anbietern. Auch beim Gewicht schneidet Lime eher schlecht ab, da die Roller rund 20 Kilogramm schwer sind.

Nur kleine Unterschiede

Circ punktet mit coolen Features wie einer Handyhalterung und einem Getränkehalter. VOI überzeugt durch eine große Akku-Reichweite und das eher leichte Gewicht von 12,5 Kilogramm. Besonders stylisch finden wir die E-Scooter von VOI und Tier.

Bei allen Sharing-Apps findet Ihr immer eine Karte der Stadt und seht dort die E-Roller in Eurer Nähe. Mit nur einem Klick gibt es Infos zu Preis, Ladestand und die Roller-ID. Bei Lime und Tier könnt Ihr über die App außerdem einen Ton am E-Scooter erzeugen, um ihn leichter zu finden. Reservierbar sind die Roller von Lime und Circ.

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2 Kommentare

  1. 2.

    Hey, dieser Aspekt ist natürlich nicht uninteressant. Wir sind dran. Und wenn Du den Beitrag liest, wirst Du sehen, dass wir vergleichen und nicht werben.

  2. 1.

    Habt ihr mal "gecheckt" wie umweltfreundlich die E-Scooter sind und wie schnell diese kaputt gehen bzw. nachproduziert werden müssen? Oder gibt es dazu schon einen anderen Post der mir entgangen ist? Ich hab gehört die Dinger sind von vorne "Hui" und von hinten "Pfui". Gehen wohl nach wenigen Fahrten kaputt und landen aufm Müll. Aber schöne Werbung! xD