Die Schülerin Jamila steht vor einer grünen Hecke und blickt frontal in die Kamera. (Quelle: Fritz)
Bild: Fritz

- Weg mit den alten Lehrplänen

Unser Schulsystem ist nicht mehr zeitgemäß und muss verändert werden. Das sagen und fordern Politiker und auch immer mehr Schülerinnen und Schüler.

Letzter Schultag: Yeah! Jamila Tressel, 20 Jahre aus Berlin, hat eben ihr Abi gemacht und will nichts Geringeres, als einfach mal die Schule reformieren: "Friss oder stirb - Es kann nicht sein, wie wir als Schüler auf das 21. Jahrhundert und die Zukunft vorbereitet werden."

Jamila findet, das deutsche Schulsystem sei nicht zukunftsgerecht. Sie kritisiert den "Push nach Bestleistungen" und dass es nur ums kognitive Lernen gehe, nicht um Kompetenzen fürs Leben und wofür man das alles brauche. Auch Mitbestimmung fehlt ihr an typischen Schulen.

In einer nach Jamilas Plänen reformierten Schule gibt es den Lehrplan so nicht mehr: "Google weiß mehr als wir alle zusammen. Es geht mehr darum, Kompetenzen zu lernen: Wie erkenne ich Fakenews? Welche Quellen sind vertrauenswürdig? Wie beschaffe ich mir Wissen? Wir müssen viel mehr lernen, was unsere Potenziale sind und die der anderen. Darum sollte sich Schule drehen - und danach dann auch das Schulkonzept und der Lehrplan."

Schülerin Jamila steht vor einer Backsteinwand und sieht lächelnd in die Kamera. (Quelle: Fritz)
Bild: Fritz

Lernen, Verantwortung zu übernehmen

2012 ist sie von einer staatlichen Schule auf eine private gewechselt, auf die Evangelische Schule in Berlin-Mitte/Zentrum, die Teil der Initiative "Schule im Aufbruch" ist. Das dort gelehrte Konzept: selbstständig und selbstbestimmt lernen, Verantwortung übernehmen, sich Herausforderungen stellen, die die Schüler selbst wählen.

Da gibt es erst mal keine Noten, sondern der Fokus liegt darauf, warum es gelernt wird. Unterstützt werden die Schüler individuell durch ihre Lehrer, die eher wie Coaches funktionieren und auch fragen: "Wie geht’s dir? Was brauchst du?" Für Jamila fühlt sich das so an: "Du bist kein Objekt mehr, das verfüttert wird an den Stoff, sondern ein Subjekt, das gesehen wird und in seinen Fähigkeiten unterstützt wird."

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