Das Foto zeigt Fritzin Shalin Rogall als Wissenschaftlerin in Laborumgebung. (Foto: Fritz)
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- Leitungswasser: unbedenklich?

Dem Berliner Leitungswasser sagt man eine hohe Qualität nach. Doch viele Vebraucher sind skeptisch. Sie kaufen lieber abgefülltes Wasser. Fritzin Shalin Rogall hat nachgeforscht...

Kalk im Wasser

Leitungswasser wird in Deutschland streng kontrolliert und enthält oft mehr Mineralstoffe als Flaschenwasser. Es gibt Grenzwerte für Schadstoffe von Kupfer, Nitrit, Arsen und Pestizide. Und auch der optisch nicht attraktive „Kalk im Wasser“ ist nicht bedenklich.

Kalk bzw. Calcium im Wasser macht es hart. Das klingt erst mal ungesund, ist es aber nicht. Außerdem ist das Kalk eine Art Schutzschild, wenn es sich auf die Rohre legt, da das Metall der Leitungen nicht so leicht ins Wasser gelangt. Lediglich für Kaffeemaschine und Duschkopf kann es zum Problem werden. Gesundheitlich ist Leitungswasser einwandfrei.

Restbestände

Trotzdem bringen wir Dinge in den Wasserkreislauf. Mikroplastik aus Klamotten oder Kosmetik gelangt hinein. Allerdings auch solches von Plastikflaschen, die durch die Meeresströmung kleingerieben werden.

Hormone wurden im Leitungswasser noch nicht nachgewiesen – im Gegensatz zu Mineralwasser aus dem Supermarkt. Und auch hormonähnliche Substanzen wurden in mehreren Mineral- und Tafelwässern nachgewiesen. Wie diese ins Wasser gelangen, ist unklar. Bisher sind die nachgewiesenen Konzentrationen allerdings unbedenklich, doch die Ergebnisse von Langzeitstudien stehen noch aus.

Umwelt und Nachhaltigkeit

In Deutschland trinkt ein Mensch durchschnittlich 147 Liter Flaschenwasser im Jahr. Dabei zahlt man mindestens einen Euro für zwei bis fünf Liter Flaschenwasser. Aus der Leitung bekommt man einen Liter für 0,5 Cent.

Außerdem werden bei der Herstellung, dem Transport und dem Recycling pro Liter Flaschenwasser durchschnittlich 120 Gramm CO2 freigesetzt. Bei Leitungswasser sind es lediglich 0,3 Gramm CO2 pro Liter. Also könnten jährlich 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden, wenn alle Berliner nur noch Leitungswasser trinken würden.

Das Fazit? Leitungswasser ist unbedenklich. Und noch wichtiger, Flaschenwasser ist nicht zwangsläufig gesünder, aber definitiv ungesünder für die Umwelt.

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5 Kommentare

  1. 4.

    ...na ja,wei.lNicht,in erster Linie war das ja ein Beitrag,um für sich zu werben...Menschen machen doch nichts ohne Grund und schon garnicht grundlos für andere...

  2. 3.

    Hallo und danke für den Beitrag. Super gemacht!

    Leider ist euch ein kleiner aber nicht unwesentlicher Fehler unterlaufen: Für einen Liter ungekühltes Mineralwasser werden 211 Gramm CO2 ausgestoßen - nicht 2,11 Gramm!

    Das bedeutet, dass die Berliner jährlich fast 100.000 Tonnen CO2 vermeiden könnten, würden sie sich mit Leitungswasser begnügen.

    Quelle: GutCert

  3. 1.

    Gute Aktion von euch !