Der Hafen in "Anno 1800" (Quelle: Ubisoft Blue Byte)
Bild: Ubisoft Blue Byte

- "Anno 1800"

Bei den letzten beiden Teilen hat das Spiel nicht unbedingt geglänzt – "Anno" und Science Fiction hat vielen nicht gepasst. Jetzt geht's aber zurück in die Vergangenheit.

Fritz meint:

Wegen der heftigen Kritik an den Vorgängern von "Anno 1800" hat sich Entwickler Ubisoft Blue Byte bei der Entstehung des neuesten Teils sehr nah an das Feedback der Community gehalten. FritzGamechecker Bene Wenck sagt: Herausgekommen ist eine gelungene Rückbesinnung auf die Wurzeln der Serie mit sinnvollen Neuerungen.

Ein Schiff und ein paar Ressourcen

"Anno 1800" beginnt klassisch mit einem Schiff und ein paar Ressourcen. Die erste Aufgabe für Euch: Eine große Insel suchen, einen Hafen bauen und dann mit dem Städtebau beginnen. Zunächst gibt es einige Bauernhäuser und ein wenig Holzproduktion. Und dann melden die wenigen Einwohner schon die ersten Bedürfnisse an: Sie wollen einen Marktplatz, Fisch und Schnaps.

Und schon müsst Ihr die ersten Produktionsketten anlegen: Für Schnaps müssen Kartoffeln angebaut und diese dann in eine Schnapsbrennerei gebracht werden. Das Managen dieser Produktionsketten ist neben dem Städtebau die zweite große Säule der "Anno"-Reihe.

Bedürfnisse befriedigen

Sind alle Bedürfnisse der Bevölkerung befriedigt, könnt Ihr in die nächste von insgesamt fünf Stufen aufsteigen: von Bauern zu Arbeitern. Das bringt mehr Steuereinnahmen und neue Bauoptionen, aber auch neue Bedürfnisse.

Die große Neuerung ist, dass alle Bevölkerungsschichten auch wirklich gebraucht werden. Auf Farmen arbeiten nur Bauern, in Minen nur Arbeiter und in Fahrradfabriken nur Ingenieure. Das bringt etwas mehr Realismus und ein organischeres Stadtbild mit sich.

Der Zoo im Spiel "Anno 1800" (Quelle: Ubisoft Blue Byte).

Hoher Wuselfaktor

Hoch ist auch der Wuselfaktor: Wenn Ihr reinzoomt, seht Ihr, wie die Bewohner Arbeiten nachgehen, spielen oder die Wunder der Natur im Zoo bestaunen. Sowohl Bevölkerung als auch Computergegner reden auch mit Euch. Das ist am Anfang putzig, mit der Zeit aber eher nervig.

Neben der Aufbauarbeit auf der Insel habt Ihr auch noch andere Aufgaben: So könnt Ihr mit einem Schiff eine Expedition antreten, bei der Ihr immer wieder Entscheidungen treffen müsst. Als Belohnung für eine gelungene Expedition gibt es dann exotische Tiere für den Zoo oder Gegenstände fürs Museum. Das macht die Bewohner zusätzlich glücklich und bringt Touristen auf die Insel.

Problem Sklaverei

Die erste Expedition geht aber immer in die neue Welt. Hier gibt es andere Rohstoffe wie Baumwolle oder Gold. Kritisch: Auch hier gibt es eine Bevölkerung, die im historischen Kontext des Jahres 1800 eigentlich aus Sklaven bestehen sollte. Das Thema Sklaverei packen die Entwickler von Ubisoft Blue Byte aber bewusst nicht an. Sie wollen keine unangenehmen Gefühle in Euch auslösen.

Dass man mit dem Thema allerdings auch konstruktiv umgehen könnte, zeigt etwa ein Spiel wie "Stellaris": Hier könnt Ihr Euch entscheiden, eroberte Völker zu versklaven – das hat aber auch negative Auswirkungen.

Ein Stadtausschnitt aus "Anno 1800". (Quelle: Ubisoft Blue Byte)

Gut gelungene Neuauflage

Insgesamt ist "Anno 1800" allerdings sehr gelungen: Es sieht wunderschön aus, motiviert über lange Zeit und hat einen angenehm ansteigenden Komplexitätsgrad. Außerdem gibt es einen Multiplayer für bis zu vier Spieler. Ein Koop-Modus, bei dem zwei Menschen an einer Stadt basteln, soll noch kommen.

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