Drei Jungs sind auffällig geschminkt und gekleidet. Sie feiern St. Patrick's Day in Dublin, Irland. (Quelle: dpa/Julien Behal)
Bild: dpa/Julien Behal

- 5 Feiertage, die wir auch wollen

Immer am 17. März dürfen die Iren amtlich zum St. Patrick's Day eskalieren. Wir haben für Euch noch andere Festlichkeiten aus anderen Ländern abgecheckt, die wir auch feiern wollen.

Kobolde, Kleeblätter und Unmengen an Bier lassen zum St. Patrick's Day die Berliner Pubs wieder volllaufen und die vornehmlich irgendwie orange-weiß-grün gekleideten Menschen ebenso. Ein ursprünglich christlicher Feiertag bei den Iren, den wir natürlich gern mitfeiern - und um den wir die Iren schon ein bisschen beneiden. Eskalation! 

Lichter am Himmel, blutrote Fleischpfützen, Tote mit bunten Kostümen beehren - Wir haben für Euch weltweit Feiertage erkundet und finden, dass die folgenden unbedingt auch bei uns ordentlich abgefeiert werden sollten. Natürlich im Berlin-Style!

Feiertage aus der ganzen Welt, die wir zu uns holen wollen

  • Was, Wann, Wo

    Viel Tanz und Musik, dazu Blumenkränze, fette Picknicks und im ganzen Land ausgelassene Stimmung. In den skandinavischen Ländern, allen voran Schweden, ist Mittsommer ein gesetzlicher Feiertag, der frühestens am 20. Juni, spätestens am 24. Juni gefeiert wird. 

    Eine junge Frau mit Blumenkranz in den Haaren nimmt an einem traditionellen Mittsommernachtsfest in Kernave, Litauen teil. (Quelle: dpa/Alfredas Pliadis)
    dpa/Alfredas Pliadis

    Wieso

    Eine magische Nacht voller Liebe: Seit jeher die Vorstellung von Mittsommer. Mädchen sollen in der Nacht auf dem Nachhauseweg verschiedene Blumen pflücken und unter ihr Kopfkissen legen. Nach altem Aberglauben zeigt sich ihnen dann im Traum ihr Zukünftiger. Deshalb heiraten die Skandinavier zur Sommersonnenwende auch besonders gern.

    Unser Style

    Herrlich, die ganze Stadt macht gemeinsam Picknick und feiert die Liebe. Eine Art Dîner en blanc, nur in XXL und statt Spargel und Champagner gibt es Köttbullar. Und irgendetwas Gelb-Blaues, schließlich stehen wir doch alle auf IKEA, äh, die schwedische Flagge.

  • Was, Wann, Wo

    Solche kleine Schweinchen: Zehn Tage lang rastet eine Küstenstadt in Südkorea im Juni komplett aus und wälzt sich im Schlamm. Es ist ein richtiges Festival mit Schlammschlacht, Massagen, Schlammspielen und Feuerwerk aus Schlamm. Aber ist natürlich kein gewöhnlicher Schlamm.

    Junge Menschen stehen in einem mit Schlamm gefüllten Becken (Foto: imago/AFLO)
    imago/AFLO

    Wieso

    In der Region gibt es gesundheitsfördernden Heilschlamm und das würdigt ein Festival mit vielen Aktivitäten, die alle etwas mit Schlamm zu tun haben. Ob es auch essbare Schlammmasken gibt?

    Unser Style

    Wenn die Küstenstadt Boryeong komplett in Schlamm ausrasten kann, dann kann Berlin das auch. Chaos und Schlamm, in dem sich alle wälzen, und keiner achtet mal darauf, ob die Hipster-Fake-Glasses oder der Pony noch sitzt - klingt befreiend!

  • Was, Wann, Wo

    Zur zwölften Vollmondnacht, dieses Jahr am 13. November, wird in Thailand der Himmel wieder voller warm leuchtender Papierlaternen mit Feuer sein und auf den Flüssen schippern kleine leuchtende Schiffchen mit Kerzen. 

    Ein Mönch lässt eine Papierlaterne in den Himmel steigen. (Foto: imago/imagebroker)
    imago/imagebroker

    Wieso

    Das Fest stammt vermutlich aus Indien von den Hindus. Gedankt wird hier der Gottheit des Fluss Ganges. Die Laternen und Schiffchen sollen Leben spenden und all den Ballast, der sich über das Jahr angesammelt hat, davonfliegen und -schwimmen lassen. Quasi: einmal gereinigte und gepeelte Seele. Für junge Thais ist es wie mit dem bunte-Schlösser-an-Brückengeländer-hängen: Wir gehören zusammen.

    Unser Style

    Die Spree voll mit brennenden Schiffchen und über der Stadt tausende Laternen: Was für ein fantastisches Bild! Gern im Sommer, aber die Laternen müssen aus abbaubarem Material sein, dann wird die Umwelt nicht ganz so belastet. 

  • Was, Wann, Wo

    Die Mexikaner haben eine ganz andere Art und Weise mit dem Sterben umzugehen als wir. Sie machen ein fettes Volksfest mit heftigen Paraden, viel Tanz und Musik draus. Die Menschen stecken sich in knallbunte Kleider und Kostüme. Ihre Gesichter verwandeln sich in wunderschön spooky Skelette. Sie bauen in ihre Wohnungen Altare voller Essen für die Toten. Beim Bäcker bestellen sie Calaveras de Dulce, Totenköpfe aus Zucker, mit den Namen ihrer Verstorbenen drauf. Die Straßen und Friedhöfe sind zum "Día de Muertos" mit immens vielen Blumen und Symbolen der Vergänglichkeit geschmückt. Die Feierlichkeiten beginnen am Abend vor Allerheiligen und dauern bis zum 2. November.

    Mit einer bunten Totenmaske geschminkte Frau (Foto: imago/ZUMA Press)
    imago/ZUMA Press

    Wieso

    Die Mexikaner zelebrieren die Vergänglichkeit und Tod. Sie glauben, dass an diesen Tagen die Seelen ihrer Verstorbenen zurückkehren, um ihre Familien und Freunde zu besuchen. Das muss natürlich gefeiert und an die Toten gedacht werden. 

    Unser Style

    Halloween bei uns läuft ja ganz solide. Wer will, macht mit. Ist aber - wenn wir mal ehrlich sind - auch schon ziemlich ausgelutscht. Beim "Día de Muertos" könnte Berlin gemeinsam komplett ausrasten. Und: Welch abgefahrener Blickwinkel ist das denn mal, um mit Trauer umzugehen? Die Toten mit Tanz und Musik ehren ist skurril, aber vielleicht ganz erfrischend und heilend. Der Berliner Bär sieht in einem bunten Kostüm mit Skelett-Gesicht bestimmt auch rischdisch jut aus!

     

  • Was, Wann, Wo

    Nein, das ist kein rotes Bällebad, in denen sich große Kinder wälzen. Das sind Tomaten, wenn auch überreife, in denen sich mittwochs in der letzten Augustwoche Spanier der Region Valencia eine Stunde lange wie die Irren im Tomatenfleisch und -saft welzen und sich mit den Dingern abschmeißen. Nennt sich "Tomatina" und ist natürlich eine beliebte Touri-Attraktion.

    Drei Männer liegen in zermatschten Tomaten auf der Straße (Foto: imago/i Images)
    imago/i Images

    Wieso

    Angeblich soll der ganze Spaß auf einen Nachbarschaftsstreit zurückgehen, oder auf einen Kampf zwischen - scheinbar nicht sonderlich guten - Straßenmusikern und Zuhörern. Das erste Mal wurde in den 1940er Jahren mit Tomaten "gekämpft".

    Unser Style

    In Zeiten von Lebensmittelverschwendung wollen wir lieber Tomaten rechtzeitig essen oder ernten. Für die Schlacht nehmen wir Lebensmittel, die eh schon in der Tonne lagen. Dann werden wir uns bewusst, wie viel wir überhaupt wegschmeißen, weil wir zu viel kaufen. 

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