Eine Frau liegt im Bett, gähnt und versucht ihren herzförmigen Wecker auszuschalten. (Quelle: Colourbox)
Bild: Colourbox

- Vor dem Wecker wach

Schon doof, wenn Ihr kerzengerade im Bett sitzt, obwohl Ihr noch weiterpennen könntet. Noch mal rumdrehen oder aufstehen? Ein Schlafmediziner erklärt das Phänomen.

Es fühlt sich an, als würde sich Euer Körper an Euch rächen wollen. Vor allem an Tagen, an denen Ihr früher aufstehen müsst als normalerweise, wacht Ihr oft vor dem Weckerklingeln auf. Und das, obwohl Ihr zu dem Zeitpunkt unmöglich ausgeschlafen sein könnt.

Team Snooze oder Team Aufstehen?

Wie habt Ihr am offiziellen Weltschlaftag geschlafen? Habt Ihr auch fleißig an den 24 Jahren und vier Monaten gearbeitet, die ein Mensch im Schnitt während seines Lebens mit Schlaf verbringt? Welches Team seid Ihr?

Cortisol ist schuld

Professor Ingo Fietze ist Schlafmediziner an der Charité Berlin. Das vorzeitige Wachwerden liege am Stresshormon Cortisol. Das zeige die bisher einzige Studie dazu, sagt Fietze: "Wenn wir wissen, dass wir zeitiger rausmüssen als sonst, dann steigt der Cortisol-Pegel eine Stunde vor Weckerklingeln an." Dem Körper wird dadurch eine Wachheit signalisiert, die er gar nicht hat, und Ihr wacht auf.

Warum das Wissen um das frühe Aufstehen diesen Cortisol-Anstieg triggered, weiß die Wissenschaft allerdings nicht. "Wir können noch immer schlecht ins Gehirn reinschauen. Die Hormone im Gehirn können wir gar nicht messen", erklärt Fietze.

Weiterschlafen oder aufstehen?

Entscheidender ist aber eh die Frage: Wie geht es nach dem zu frühen Wachwerden weiter? Aufstehen oder besser noch mal eine Runde aufs Ohr hauen? "Aus schlafmedizinischer Sicht macht es Sinn, die Schlafzeit bis zur letzten Sekunde auszunutzen, weil wir eh alle viel zu kurz schlafen", rät Schlafmediziner Fietze.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: "Es fällt leichter, nach dreieinhalb bis vier Stunden aufzustehen als nach drei oder fünf, weil der Schlaf zyklisch verläuft. Nach dreieinhalb bis vier Stunden haben wir zwei Tief- und Traumschlafphasen hinter uns und sind somit relativ erholt. Das ist eigentlich ein günstiger Zeitpunkt aufzustehen."

Körperliche vs. geistige Fitness

Bevor Ihr entscheidet, ob Ihr Euch noch mal hinlegt oder direkt aufsteht, ist also erst mal eine kleine Runde Mathe fällig. Doch egal wie die Rechnung ausgeht: Nach dreieinhalb Stunden Schlaf seid Ihr zwar fitter als nach fünf, erholt ist Fietze zufolge nach so einer kurzen Zeit aber lediglich Euer Körper: "Für die geistige Fitness reichen drei bis vier Stunden Schlaf nicht aus."

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4 Kommentare

  1. 4.

    Heute ist Weltschlaftag, deshalb haben wir ihn nochmal gepimped u.a. mit 'nem Voting. Wann wenn nicht heute nochmal dieses schreckliche Vorherwachwerden bequatschen. Grüße!

  2. 3.

    Habt ihr keine neuen Inhalte oder wieso kommt dieser wochenalte Beitrag erneut?

  3. 1.

    Haha- ich kenne das zu gut. Meistens paar Minuten vorm Klingeln des Weckers ;-) innere Uhr sage ich da nur. Und Angst, verschlafen zu können.

    Ganz schlimm wird es,wenn ich in den Urlaub fliege und früh raus muss... dann werde ich auch gern mal 3-5 Mal vorm Wecker wach