Eine Grafik zeigt einen Mann, der sich ein rotes Carsharing-Auto per Handy-App auswählt. (Grafik: Colourbox, Bearbeitung: Fritz)
Bild: Colourbox

- Carsharing brummt und fusioniert

Die beiden größten Carsharing-Anbieter werden eins: DriveNow und Car2Go. 2,46 Millionen Leute haben 2018 in Deutschland Carsharing genutzt. Welcher Anbieter hat welche Vorteile?

"ShareNow" ist das neue Motto. Die beiden Platzhirsche auf dem Carsharing-Markt DriveNow von BMW und Car2Go von Daimler werfen sich zusammen. Die beiden Riesen-Konzerne wollen eine Milliarde Euro in die Zusammenlegung pumpen, um ihre weltweite Position auf dem immer mehr wachsenden Sharing-Markt auszubauen. Auch eine neue App wird es dann geben. Auch die Preise dürften sich dann ändern, denn aktuell gibt es bei beiden Flotten noch Unterschiede.

Viel mehr Nutzer, viel mehr Mietfahrzeuge

App runterladen, Auto in der Nähe suchen, losfahren. Das geht inzwischen deutschlandweit in mehr als 700 Städten. Die neue Statistik vom Bundesverband CarSharing zeigt: Die Zahl der Carsharing-Nutzer wächst überdurchschnittlich an. Fast 2,5 Millionen Leute nutzen das Kurzzeit-Leihmodell. Auch die Menge der Mietfahrzeuge ist gewachsen: auf 20.200 Stück.

Stationsbasiert vs. Free-Floating

Richtig gut läuft es bei stationsbasierten Anbietern. Die Autos müssen hier an festen Standorten abgestellt werden - im Gegensatz zu free-floating Angeboten, wo Ihr die Karren überall im Geschäftsgebiet parken können. Das ist zwar flexibler, für den Verkehr aber auch weniger entlastend, wie verschiedene wissenschaftliche Studien herausgefunden haben. Welches Modell zu Euch passt könnt Ihr anhand unseres Vergleichs checken.

Der Vergleich

  • Prinzip:

    • free-floating (parken geht überall)

    Kosten:

    • ab 19 Cent pro Minute
    • Anmeldegebühr: 9 Euro
    • ab 17,90 Euro für zwei Stunden

    Standorte: 

    • Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Rheinland, Stuttgart

    Fahrzeuge:

    • über 4000 Autos
    • (Smart, Mercedes A- und B-Klasse, CLA/GLA)

    Versicherung:

    • Selbstbeteiligung* bis zu 500 Euro bei Smart, bei Mercedes bis zu 1000 Euro.
    • * Schäden bis zur genannten Summe muss man selbst übernehmen.
  • Prinzip:

    • free-floating (parken geht überall)

    Kosten:

    • ab 25 Cent pro Minute
    • Anmeldegebühr: 29 Euro
    • ab 29 Euro für drei Stunden

    Standorte: 

    • Berlin, Köln, Hamburg, Düsseldorf, München

    Fahrzeuge: 

    • über 3000 Autos (Mini, BMW)

    Versicherung:

    • Selbstbeteiligung* bis zu 350 Euro
    • * Schäden bis zur genannten Summe muss man selbst übernehmen.
  • Prinzip:

    • stationsgebunden (parken nur an einer der 1500 Stationen)

    Kosten: 

    • nur stundenweise mietbar
    • tagsüber ab 2,30 Euro pro Stunde, nachts ab 1,50 Euro pro Stunde
    • Anmeldegebühr: 29 Euro

    Standorte: 

    • in über 350 Städten

    Fahrzeuge: 

    • über 4000 Autos (von Smart über Opel Corsa, VW Passat zu Volvo)

    Versicherung:

    • Selbstbeteiligung* bis zu 1500 Euro
    • * Schäden bis zur genannten Summe muss man selbst übernehmen.

Mehr Fakten zum Autosteilen

  • Umweltaspekt

  • Carsharing-Typen

  • Carsharing-Anbieter

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3 Kommentare

  1. 3.

    Und wenn Du noch mehr dazu willst: Check unseren Insta-Account. Unter Highlights "CarsharinG" findest Du noch unsere Story dazu. Wir sind durch die Stadt getigert und haben Euch befragt und nochmal ein paar Fakten rausgeballert.

  2. 2.

    Hi Tim. Wir haben bei jeder Studie, die wir zitieren, die Quelle genannt. Wir beziehen uns auf Zahlen der CarSharing Statistik 2019 und Studien des Öko-Instituts Freiburg. Miteingeflossen in die Recherche sind außerdem Studien des Umweltbundesamtes und des Karlsruher Instituts für Technologie.

  3. 1.

    Hey Fritz, tolle Zusammenfassung! Danke dafür.
    Es wäre super, wenn ihr noch kurz eure Quellen transparent machen könntet. Insbesondere die namenlosen Studien für die zahlreichen Zahlen die ihr zitiert.

    Grüße