In einem Notitzheft wurde der 8. März aufegschrieben. (Foto: Colourbox)
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- Berlin bekommt einen neuen Feiertag!

Warum Hater lieber feiern sollten - ein Kommentar

Wir Berliner haben nix zu feiern! Jedenfalls nicht, wenn's um Feiertage geht. Da haben wir im Bundesvergleich die wenigsten - neun an der Zahl. Bayern hat 13, Baden-Württemberg zwölf. Und wir holen jetzt auf: Wir haben ihn endlich, den zehnten Feiertag.

Es ist der internationale Weltfrauentag, der 8. März! Nicht nur ein wichtiges Datum, sondern dieses Jahr auch echt gut gelegen. Der 8.März fällt nämlich auf einen Freitag und beschert uns somit ein schönes langes Wochenende. Aber hoppala, trotzdem gibt's Gepöbel.

FritzReporterin Helene Nikita Schreiner ist leicht genervt von den Frauentags-Hatern.

Ein Kommentar von Helene Nikita Schreiner

Stellt Euch vor es ist Feiertag und alle haben frei - ist doch eigentlich ziemlich cool. Aber natürlich gibt auch diejenigen die sagen: Frauentag als Feiertag? NO WAY!

Woran liegt's? Ist's dann doch pure Frauenfeindlichkeit und angeknackste Männlichkeit die gegen den neuen Feiertag sprechen?

Auf einmal stört alle, dass der 8. März der internationale FRAUEN-Tag ist, aber erzählt mir doch nicht, dass Ihr an Christi Himmelfahrt Jesus gedenkt. Am Ende des Tages steht da auch nur ein leerer Bierkasten im Bollerwagen.

Im Gegensatz zu den Feiertagen die wir schon haben, ist der Weltfrauentag ein moderner Feiertag, einer der in unsere Zeit und in die gesellschaftlichen Debatten und Kämpfe passt, die wir gerade führen.

Und diese Kämpfe sollten Frauen nicht alleine austragen. Der Frauentag ist auch eine Erinnerung an Männer ihre Mütter, Schwestern, Freundinnen und Omas im Ringen um Gleichberechtigung zu unterstützen.

Berliner Männer dürfen ab sofort mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie Frauen keine billigen Aldi-Rosen mehr schenken, sondern sich einfach mal für faire Löhne und Gleichberechtigung einsetzen und auf sexuelle Diskriminierung aufmerksam machen.

Das Gepöbel gegen den Tag ist also eine ziemliche Blamage.

Wer denkt, dass der internationale Frauentag als Feiertag eine saudumme Idee ist, der soll doch bitte einfach still sein und sich darüber freuen, dass frei ist!

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Antwort auf [frauentags-kritikerin] vom 29.01.2019 um 15:05
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2 Kommentare

  1. 2.

    Es ist ein moderner Feiertag, der zu den Kämpfen passt, die wir austragen? Stimmt, so als moderne Frau in Berlin, das Pfefferspray stets griffbereit, begebe ich mich doch tagtäglich ins Gefecht gegen die Diskriminierung der Frau!? Aber warum nicht einfach aus lauter Offenheit und Toleranz das Zuckerfest am 5. Juni zum Feiertag erklären und somit tatsächlich ein Statement innerhalb der heute ausgetragenen Konflikte der Moderne setzen?

  2. 1.

    Im Kommentar fehlen fünf Kommata:
    1. im 1. Absatz: "diejenigen*,* die" (Relativsatz)
    2. im 2. Absatz: "Männlichkeit*,* die" (Relativsatz)
    3. im 4. Absatz: "Feiertagen*,* die" (Relativsatz)
    4. im 4. Absatz: "einer*,* der" (Relativsatz)
    5. im 5. Absatz: "Männer*,* ihre" (satzwertige Infinitivgruppe (Dudenregel D 117))