Eine Asphaltdecke hat einen breiten Riss. (Foto: Colourbox | Bearbeitung: Fritz)
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- Sich von der Familie trennen

Mirella erzählt ihre Geschichte

Die Beziehung zu den Eltern ist nie ganz einfach. Auch die eigene Mutter oder der eigene Vater machen mal Fehler. Aber welche Fehler sind noch okay? Und welche unverzeihbar? Mirella ist 14 und hat für sich entschieden: Zu meiner Mutter gehe ich nicht mehr zurück.

Überforderte Mutter

Als Mirella vier ist, lässt ihre Mutter sie und ihren kleinen Bruder alleine in der Wohnung. Sie will feiern gehen, Spaß haben. Als sie nach drei Tagen immer noch nicht zurück ist, fangen die Kinder so laut an zu schreien, bis sie schließlich von den Nachbarn gehört werden. Jugendamt und Polizei stürmen die Wohnung und neben Mirella und ihren Bruder mit in eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung im Süden Berlins.

Hier lebt Mirella noch immer. Und inzwischen auch gerne: "Ich bin glücklich hier. Die stehen nicht besoffen vor mir. Die können mir helfen, wenn ich Probleme habe. Die wissen, wer ich bin."

Trotzdem wollte Mirella zurück

Aber es war ein langer Weg dorthin. Denn viele Jahre lang wollte Mirella nur eines: zurück zu ihrer Mutter. Auch wenn das bedeutet hätte, zurück zu einer Frau zu gehen, die lange nicht in der Lage war, sich um ihre Kinder zu kümmern.

FritzReporterin Henrike Möller hat Mirella getroffen und sich ihre Geschichte erzählen lassen.

Der Podcast in vier Teilen

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich habe den Beruf der Erzieherin gelernt und arbeite jetzt auch in einer Jugendhilfeeinrichtung, die Kinder betreut, die nicht mehr zuhause leben können oder auch sollten.
    Die Sicht einer Betroffenen zu hören berührt mich sehr und ich finde, dass die Jugendamtsmitarbeiterin genau richtig entschieden hat bei der Hilfekonferenz.
    Mirella wirkt sehr entschlossen und stabil auf mich und ich wünsche ihr für die Zukunft, dass sie weiterhin am Ball bleibt. Alles liebe Mirella.