Eine Rakete wird gerade auf der Straße gezündet. (Foto: imago| Marius Schwarz)
Bild: imago|Marius Schwarz

- Nervt nicht mit Euren Böller-Belehrungen!

Ein Kommentar zu Feuerwerkskörpern

Gebt's zu: Ihr habt alle schon mal geböllert oder Silvesterfeuerwerk angezündet und Euch über die leuchtenden Lichter da oben im Himmel gefreut. Klar. Immerhin gehören Knaller und Raketen in Deutschland zu Silvester dazu. Jedes Jahr wird dafür ein dreistelliger Millionenbetrag ausgegeben.

Damit soll bald Schluss sein. Es wird immer mehr über den Sinn und Unsinn von Feuerwerkskörpern diskutiert. Verschiedene Städte denken sogar darüber nach, ein Verbot fürs Böllern einzuführen. Und wenn Ihr Eure Timelines durchscrollt, habt Ihr bestimmt auch schon den einen oder anderen Feuerwerk-ist-so-böse-Post gesehen. RadioFritze Jörg Schneider ist genervt und trotzig.

Ein Kommentar von Jörg Schneider

"Wenn du keine Böller kaufst, teile bitte diesen Post!" oder auch "Spenden, statt mit Raketen blenden". Danke. Jeder Einzelne dieser Posts sorgt dafür, dass ich pro erhobenen Zeigefinger einen Zehner drauf packe und davon erst recht Raketen, Fontänen und Chinaböller D kaufe!

Es mag sein – wie ich jetzt in dem Video gesehen habe – dass Böllern die Feinstaubwerte in der Stadt explodieren lässt. Kann sein, dass Vögel in Panik geraten oder Katzen endlich mal vor Schreck von der Kommode fallen, auf der sie eh nichts zu suchen haben. Aber ehrlich – es reicht!

Ich bin früher mal gerne Auto gefahren. Heute fahre ich jeden Meter mit schlechtem Gewissen und fühle die Last der Klimaerwärmung alleine auf meinen Schultern. Bei jedem Nahrungsmittel, das eingeschweißt ist, freue ich mich nicht mehr darauf, dass es gleich lecker wird, sondern habe Sorge, was wohl mit der Folie passiert. Welche Schildkröte in den Weltmeeren daran mal krepieren wird. Bei jedem Burger, der nicht mit Tofu, sondern mal mit echtem Rind belegt ist, denke ich an die verheerende Klimabilanz und das vermutlich elende Leben des Rindviehs.

Und jetzt kommt Ihr und nervt mit Euren Böllerbelehrungen! Schon mal was von Weihnachtsfrieden gehört? Das Finanzamt verschickt zwischen Weihnachten und Neujahr keine Mahnungen. Könnten wir uns also darauf einigen zwischen Weihnachten und Silvester mal für fünf Tage kein schlechtes Gewissen zu verbreiten?

Wahrscheinlich hätte ich ohne diese ganze Anti-Böller-Front von alleine keine Lust gehabt, zu zündeln. Aber hey, solange Ihr nicht aufhört, kann ich es auch nicht. Aus Prinzip. Und dabei habe ich ausnahmsweise nicht mal ein schlechtes Gewissen. Einmal im Jahr.  

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6 Kommentare

  1. 6.

    Der Trotz des Kommentators ist wie der Trotz eines Kleinkindes! Das schlechte Gewissen ist doch berechtigt. Wenn das jeder ausblendet, ist jeder nur noch rücksichtslos und wir würden nur in einer völlig egoistischen Welt leben. Natürlich ist es besser zu spenden als zu böllern. Ich wünsche dem Kommentator, dass er auch mal so arm wird, dass er sich über Spenden anderer freuen würde und davon abhängig wäre.

  2. 5.

    Sehe ich auch so. Es macht mich auch nur noch trotzig. Feuerwerk gehört zu Silvester, wie Ente zu Weihnachten. Basta. Lasst uns doch einmal im Jahr ordentliche feiern. Uns, das Leben, und die Freiheit.

  3. 4.

    Feuerwerk soll verboten werden? 2 Tote durch Feuerwerk in Brandenburg letztes Jahr?
    Wann wird endlich ALKOHOL verboten? Tausende Tote, Abhängige und Gewaltverbrechen jedes Jahr durch Alkohol! Verbietet Alkohol in Städten!!!

  4. 3.

    Feuerwerk soll verboten werden? 2 Tote durch Feuerwerk in Brandenburg letztes Jahr?
    Wann wird endlich ALKOHOL verboten? Tausende Tote, Abhängige und Gewaltverbrechen jedes Jahr durch Alkohol! Verbietet Alkohol in Städten!!!

  5. 2.

    Was für ein alberner Kommentar. Wie wärs, wenn dem guten Mann mit seinem Männlichkeitsdefizit eine Packung gesunden Menschenverstandes zu Weihnachten schenken würde...

  6. 1.

    Wie ein trotziges Kind reagieren und es aus Prinzip zu tun, finde ich albern. Wie bei allen Sachen (Fleisch, Plastik, Diesel^^) muss man für sich selbst die Entscheidung treffen, klar nervt der erhobene Zeigefinger anderer, regt aber auch zum Nachdenken an, wenn man ehrlich ist. Man sollte sich immer mal wieder selbst hinterfragen, ob das was man tut, noch das ist, was glücklich macht. Am Ende hilft auch das schlechte Gewissen niemandem (am wenigsten einem selbst), wenn man es dann trotzdem tut.