Ein Mädchen mit roten Kraftklub-Turnbeutel in Paris (Foto: Fritz)
Bild: Fritz

- Leben mit K

Manu war auf über 60 Kraftklub-Konzerten

Manu liebt Kraftklub und steht bei fast allen Shows in der ersten Reihe. Dafür nutzt sie schon mal ihren gesamten Urlaub, um der Band hinterherreisen zu können. In der Wuhlheide war sie natürlich auch am Start.

"Sobald der Vorhang fällt, macht sich in mir ein Gefühl von Glück, Freude und Liebe breit", sagt Manu und in ihren Augen glitzern Tränen. Die Österreicherin aus Graz ist an einem der heißesten Tage des Jahres extra nach Berlin gekommen, um ihrer Lieblingsband mal wieder zujubeln zu können. Seit morgens um Acht hat sie mit anderen Fans vor der Wuhlheide gewartet, damit sie ihren Stammplatz in der ersten Reihe sicher hat. Inzwischen hat sie ungefähr 60 bis 70 Kraftklub-Konzerte gesehen und hat trotzdem noch Bock die Band live anzugucken. "Ich feiere jedes Konzert so, als würde ich sie das erste Mal live sehen", denn jeder Auftritt sei anders.

Tourleben als Urlaub

Angefangen hat alles 2013 in Berlin, als sie die Jungs aus Chemnitz als Vorband von den Toten Hosen in Tempelhof gesehen hat. "Sie haben die ersten Takte gespielt und ich dachte mir wow! Da war ich sofort hin und weg". Spätestens 2015 war Manu dann wirklich fast immer mit dabei: "Man versucht halt so viele Konzerte wie möglich zu schaffen."

Doch sowas muss gut geplant werden: Als Krankenschwester hat sie zwar einen stressigen Job, doch kommen ihr die Schichtdienste und ihre nette Chefin zu Gute. Trotzdem geht der komplette Jahresurlaub für eine Kraftklub-Tour drauf und zusätzlich müssen Tourpläne seziert, Routen ausgearbeitet und Hotels gebucht werden. Dabei geht nicht nur der Urlaub, sondern auch viel Kohle drauf. "Es ist tatsächlich ein sehr kostspieliges Hobby, aber andere fahren halt in den Urlaub und für mich ist halt das mein Urlaub."

Während der Tourzeiten ist Manu mit gleichzeitig etwa zehn anderen Leuten unterwegs. Sie beschreibt es als "Roadtrip und dann abends ein geiles Konzert". Klingt so easy, ist in der Umsetzung aber auch mal anstrengend. "Trotzdem bin ich super entspannt, wenn ich von seinem Trip nach Hause komme."

Mehrere Fans halten beim Kraftklub-Konzert Herzen in die Höhe (Foto: Fritz)
Fritz

Mehr als ein Groupie

Von außen würden wir vielleicht sagen, dass eben diese Menschen, die einer Band hinterherreisen und viel dafür geben, fast jedes Konzert sehen zu können, Hardcore-Fans sind. Doch den Ausdruck mag die Kraftklub-Community nicht, weil das zu sehr nach Groupie klingt. Auch Manu betont, dass sie wegen der Musik da sei und nicht, um Felix oder Steffen von Kraftklub kennenzulernen. Trotzdem hat sie schon ein paar Mal persönlich mit der Band sprechen können, als sie nach Konzerten vor die Bühne gekommen sind. Doch das ist jetzt vorbei, die Shows sind inzwischen zu groß.

Was für Manu Erholung und Adrenalinschübe gleichzeitig sind, ist für einige ihrer Freunde unverständlich. Doch das ist ihr egal, denn sie selbst weiß, was wechselnde Locations und anderes Publikum ausmachen können. Die Details der Show kennt sie ganz genau, genauso wie die anderen Dauergäste aus der ersten Reihe. Das weiß auch die Band, wenn mal etwas nicht nach Plan läuft. "Die gucken dann immer runter zu uns, weil sie wissen, dass wir das merken." Am Ende des Satzes bricht Manus Stimme. Sie hat Tränen in den Augen.

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